Die Grummels testen den Schulrucksack Ypsilon von Deuter **Werbung**

Heute will ich mit euch mal einen Test teilen, den wir zusammen mit der Firma Deuter gestartet haben. Und zwar geht es rund um den Schulrucksack. In vielen Bundesländern läuft das neue Schuljahr schon oder startet in einer Woche wieder neu. Und für alle, die sich noch nicht entschlossen haben oder sich umorientieren wollen, möchte ich meine Eindrücke und Erfahrungen bloggen.

Als ich angefragt wurde, einen Schulrucksack von Deuter zu testen, hatte ich eigentlich gleich Lust, denn die Firma ist schon lange in unseren Alltag mit Kindern integriert. Allerdings eher in ihrem klassischen Bereich – dem der Wander- und Outdoorrucksäcke. Mit Deuter schleppen wir quasi schon immer alles Gedöns mit uns herum, was man so für einen Ausflug mit einer drei- bis vierköpfigen Familie braucht. Und das ist ziemlich viel, wenn man irgendwann den Luxus eines Kinderwagens mit Ich-schmeiß-einfach-alles-untendrunter-Funktion nicht mehr hat. Die Firma war mir also schon sehr sympatisch. Gut, auch weil ICH den Rucksack gar nicht schleppe, sondern der Papa. Aber das ist hier nicht Thema… Zurück zu selbigem!

Deuter "Ypsilon" SchulrucksackRanzen oder Rucksack?

Als wir vor einem Jahr vor dieser Entscheidung standen, war mir eigentlich (total nostalgisch) klar, dass wir einen soliden, klassischen Ranzen „wie früher“ haben wollen. Mein Mann fand das doof und wollte tatsächlich und ohne zu schleimen genau DEN, den wir jetzt testen. Aber die wahren Chefs Maus, meine Mutter und ich entschieden uns für ein Modell unserer Wahl. Nix Rucksack. Rucksack war für mich eher was für Größere, Coolere, Ältere. Ich hatte zwar ein paar gesehen, aber nicht wirklich angeschaut, weil ich in die Sache zugegeben etwas voreingenommen gestartet war. Ich wollte Ranzen. Wie ich früher. Punkt. Aus Gesprächen und Erfahrungen von Freunden und Bekannten läuft diese Auswahl recht oft wie bei uns. Der Rucksack ist noch immer das ungeliebte Stiefkind auf den Zetteln der Grundschul-Eltern. Ich weiß gar nicht, warum. Vielleicht, weil wir heutigen Eltern die 90er Kids waren, die mit verknautschten Rucksäcken auf einer Schulter cool daherkamen und uns so eigentlich permanent katastrophal schief hielten? Weil man zu unserer Zeit in der Grundschule eben Ranzen hatte und fertig?

Der Schulrucksack Deuter Ypsilon

Deuter stellte uns den Ypsilon in einer Farbe unserer Wahl zum Testen zur Verfügung. Die Maus wollte natürlich lila mit Blümmschn. Was auch sonst. Wir sollten komplett frei und ohne Bedinungen testen, wie so ein SchulRUCKSACK denn mit seinem Kumpel Ranzen so mithalten kann. Ich muss hier also nichts erfinden oder beschönigen. Schwör.
Und bevor ich mit meiner knallharten Kritik anfange, hier einfach mal ein paar Eckdaten zu dem guten Stück mit meinen bescheidenen Meinungen in Klammern:

– Gewicht: 1340 g (okay!)
– Volumen: 28 Liter (für die Grundschule fast etwas zu viel Platz, aber es kommt ja auch immer mehr dazu)
– Größe: 46 x 32 x 22 (H/B/T) cm (für meine sehr zierliche Maus etwas groß, aber so hält er auch länger und trotz der Größe ist er nicht unbequem, da er sehr gut verstellbar und anpassbar ist)
– Wertsacheninnenfach
– zwei große Außentaschen
– Dokumentenfach
– Organizer-Fach (zu den ganzen Taschen und Fächern insgesamt: Großartig! Alles, was so rumfährt und -fliegt hat irgendwo seinen Platz und auch unsere größte Vesperdose ist nicht zu groß! Dieser Punkt ist mir echt wichtig und da bin ich total begeistert!)
– Hüftgurt (finde ich nicht so notwendig, das Kind findet es aber cool)
– Brustgurt (stufenlos verstellbar, passt sich an jedes Kind an, super!)
– deuter active comfort fit – System (alles gepolstert, alles verstell- und anpassbar; es ist mit dem ganzen System möglich, den genau richtigen und bequemen Sitz für jede Größe und jede Statur zu finden – aber diesen Sitz auch mit der Zeit mitwachsen und sich verändern zu lassen, super!)
– Rahmenkonstruktion (eben doch kein verknautschter Rucksack!)

Schulrucksack Ypsilon Deuter
Hier auf dem Bild sieht man die Gurte an den Seiten, mit denen man den Rucksack zusammenziehen oder weiterstellen kann, um das Volumen anzupassen (Kompressionsriemen) und den Inhalt zu sichern. Über den Schultergurten hat es Riemen, um die Schultergurte und deren Lage an den Rücken anzupassen. Neben dem Hauptfach sieht man hier auch gut die drei Fächer (pinke Reißverschlüsse), in denen man jede Menge (superwichtigen) Kram verstauen kann. Außerdem sieht man eine der beiden elastischen Seitentaschen, in die locker Trinkflaschen oder ähnliches passen.

Schulrucksack mit Ranzen-Luxus

Warum ich mich im ersten Anlauf GEGEN einen Schulrucksack entschieden hatte, war ja wegen des vermeintlichen „Rumhäng-Faktors“ von Rucksäcken. Das ist hier überhaupt nicht der Fall. Der Ypsilon hat eine Rahmenkonstruktion und einen sehr stabilen Boden mit Stellfüßen, die doch ziemliches Ranzen-Feeling aufkommen lassen, ohne aber die Kastenform eines klassischen Ranzens zu haben. Was eigentlich echt cool ist, denn so kann man ihn hinstellen und etwas robuster anfassen, ohne dass die Bücher und Hefte leiden müssen, ihn aber bei wenig Inhalt auch mal kompakter zusammenfassen (durch seine Kompressionsriemen).

Schulrucksack Deuter Ypsilon
Oben hat er einen Tragegriff zum Tragen (ach!) und eine Schlaufe, an der man ihn in der Schule oder am Schreibtisch aufhängen kann. Außerdem hat er selbstverständlich zur Sicherheit und Sichtbarkeit rundherum Reflektoren an den Reißverschlüssen und an den Seiten, um gut gesehen zu werden. Sehr schön sichtbar sind hier auch die Blümmschn. Pinke. Grüne. Traumhaft!

Und jetzt Fazit und so?

Ein endgültiges und profimäßiges Fazit kann ich jetzt noch gar nicht raushauen. Dazu haben wir ihn noch nicht lange genug. Wie er jetzt also monatelanges Durchdiegegendpfeffern oder winterliches Schmuddelwetter aushält, wird man erst in ein paar Monaten sehen können. Bisher kann ich sagen, dass ich echt überrascht bin, dass so ein Schulrucksack locker mit einem klassischen Ranzen mithalten und es sogar mit ihm aufnehmen kann. Es sollte sich keiner (so wie ich) von seinen eigenen (coolen, aber unbequemen) Rucksack-Erfahrungen davon abhalten lassen, einen Schulrucksack in die engere Wahl zu nehmen! Ich habe die armen Stiefkinder nicht mal angesehen. Was mir im Nachhinein echt leidtut. Lieber Rucksack, das war sehr ungerecht von mir und ich möchte mich entschuldigen. Ich hätte dich nicht so voller Vorurteile behandeln sollen. Verzeih mir. Wir freuen uns sehr, dass du jetzt bei uns bist und ich hoffe, du nimmst mir die Sache nicht ganz so übel!

Spaß beiseite. Kurz. Der Ypsilon ist echt ein guter Rucksack, der für Erstklässler vielleicht – je nach Größe und Zierlichkeit – noch etwas groß sein kann, aber sicher ein super Begleiter durch die Schulzeit ist. Und für alle ab der 5. Klasse stelle ich ihn mir richtig super vor. Vor allem, weil er so viele schöne Täschchen und Fächer hat habe ich mich in ihn verliebt, ist er echt praktisch und hat seinen Ranzen-Kumpels etwas voraus. Und er ist einfach flexibler, was ich persönlich mittlerweile geschickter finde als die starren Ranzen-Korpusse.

Ich will auch was haben, Mama!!

Und für die lieben kleinen Geschwister-Kinder, die noch nicht in der Schule sind (oder für die Schulkinder, die gerne im Wald rumgeistern) gibt es den supersüßen Waldfuchs-Kinderrucksack, den wir auch zum Testen bekommen haben. Das Mäuschen ist total begeistert damit zu ihrer Waldwoche aufgebrochen, hat genug Platz für Ersatz-Klamotten, Vesper und Kuscheltier, aber was der Knaller für sie ist: Die herausnehmbare Sitzmatte! Hat man sowas schon erlebt! Also sie jedenfalls nicht – und ist überzeugt 😉 Ich persönlich finde das Fach für nasse Klamotten aber knalleriger als die Matte. Aber so scheiden sich eben die Geister! Und meine Meinung zählt ja sowieso maximal und allerhöchstens auf diesem meinen Blog – oder?

Jetzt hat quasi jeder hier was von Deuter. Nur ich nicht. Ich hätte dann gerne Wander-High-Heels oder eine schicke Handtasche. Danke!

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Danke für den ungefragten Ratschlag, wildfremder Mensch!

Man regt sich ja oft genug über einen (ungefragten) Ratschlag der eigenen Eltern oder (kinderloser) Freunde auf. Aber was ich persönlich ja noch viel schlimmer finde, sind Tipps und Tricks von wildfremden Menschen. Von Leuten, die ich in meinem ganzen Leben noch nie gesehen habe, die ich in meinem ganzen Leben nie mehr wieder sehen werde – und die meine Kinder in ihrem ganzen Leben noch nie erlebt haben! Fremde Leute mit Supertipps, ihr seid mir so ans Herz gewachsen wie Herpes oder High Heels aus Plastik, die Blasen verursachen: So gar nicht.

Ratschlag nein Danke„Die wäre schon von selbst stehengeblieben, da hätten Sie nicht brüllen müssen!“

Dieser Satz erfreute mich jüngst auf einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke, auf der meine Dreijährige hin- und herlief, um auf der einen Seite Blätter ins Wasser zu werfen und diese Blätter auf der anderen Seite vorbeischwimmen zu sehen. Just an diesem Tag war aber so viel Radverkehr, dass es wirklich nicht ohne war, die Kleine hin- und herflitzen zu lassen und gleichzeitig auf die Radfahrer zu achten. Nassgeschwitzt und gestresst brüllte ich also „STEHENBLEIBEN!“, als der 37465. Radler auf die Brücke schoss. Das Mäuschen blieb stehen und der alte Mann auf dem Rad auch. Um mir ebendiesen Satz vor die Füße zu motzen. Da platzte ich und gab ihm ein gutgemeintes „Nein, wäre ‚die‘ eben nicht, aber danke für den blöden Rat, fremder alter Mann!“. Zugegeben, etwas hart, aber kennt er mein Kind? Kennt er die anderen 37464 Radfahrer, die supergenervt sind, wenn ein Kleinkind auf ihrem Weg rumhüpft? Nein.

Ich habe ja nichts gegen Ratschläge, aber…

Im Prinzip ist ein Ratschlag ja meistens tatsächlich schlicht und einfach nur eins: Gut gemeint. Und zwar ohne bitteren Beigeschmack. Die liebe alte Dame, die sich ernstlich sorgt, was hinter dem Brüllanfall des Kleinkindes beim Bäcker stecken könnte; der liebe alte Herr, der sich um die Temperatur der Babyohren Gedanken macht; die junge Mutter, die aus einem Bauchgefühl und eigenen Erfahrungen heraus vielleicht eine Idee äußert, wie man in der oder der Situation sinnvoller handeln könnte. All diese Menschen meine ich gar nicht. Sicher, auch von diesen Menschen ist man zur falschen Zeit am falschen Ort genervt. Wenn es nun nicht die erste alte Dame, der erste alte Herr oder die 5. junge Mutter an diesem Tag ist. Aber eigentlich sind sie alle lieb und freundlich und besorgt. Zum Kochen und Schnauben bringen mich einfach diese frechten, dreisten Leute, die meinen, die Weisheit mit Löffeln gefressen und somit den omnipräsenten Überblick zu haben!

Ratschlag aus der Hölle oder von oben herab

Menschen, die frech und unverschämt meinen, weil sie ein gewisses Alter und somit gleichzeitig Weisheit erlangt haben, sind da die schlimmsten Zeitgenossen. Und da muss ich auch sagen, dass Männer um Längen dreister sind als Frauen. Gerne wird ein „Kindchen“ oder „Werden Sie mal so alt wie ich“ zur Beschwichtigung eingefügt, was es NOCH SCHLIMMER MACHT! Ich bin kein Kindchen, schon gar nicht seins/ihres und wenn ich mal so alt werde, so erschießt mich, wenn ich mich so unhöflich und unangenehm in Dinge einmische, die mich überhaupt nichts angehen. Nein, mein Kind darf jetzt eben keine Schokolade haben, auch wenn es sich im Supermarkt wie ein tasmanischer Teufel aufführt. Nein, mein Kind darf nicht „selbst bestimmen“, wenn es um Sicherheit und Straßenverkehr geht. Und nein, mein Kind ist kein „armes Mädchen“, wenn es auf Mama oder Papa in dieser und jener Situation hören muss. Niemand kennt doch bei sowas die Hintergründe. Das eine Kind ist berühmt dafür, dass es regelmäßig Wutanfälle an Supermarktkassen hat, das andere Kind berüchtigt für sein Auf-die-Straße-Gerenne-ohne-zu-gucken. Aber du, fremder frecher Mensch, du weißt das eben nicht. Weil du FREMD bist!

Hier rein und da raus geht leider nicht immer

Klar, an guten Tagen kann ich diese Art „Ratschlag“ einfach ignorieren und werde nicht zur bösen Furie, die für Außenstehende einen armen, alten Herren anbrüllt. An guten Tagen lächele ich abwesend und mache mein Ding weiter. Aber an schlechten Tagen geht mir das wirklich unfassbar auf den mütterlichen Keks. Weil ich nicht verstehe, wie man auf diese unverschämte Art und Weise meint, in fremde Leben eingreifen zu müssen. Da will ich dann keinen doofen Ratschlag; da will ich einfach nur, dass sich der feine Herr und die nette Dame ihre bissigen und unnötigen Kommentare an den fremden Hut tackern und einfach weitergehen. DAS hat für mich nämlich auch was mit Erziehung und „guter Kinderstube“ zu tun. Zu wissen, wann einen etwas angeht und wann nicht. Und ja, da bin ich empfindlich. Weil es eben so oft passiert. Zu oft. Und dann überlege ich schon, nächstes Mal den Spieß rumzudrehen und zu sagen „Ihre arme Frau, muss die jetzt den ganzen Scheiß alleine vom Rewe nach Hause tragen?“ oder „Ist das Bier um diese Zeit nicht etwas früh?“. HA! Ich kann das nämlich auch! Und sogar besser! Also fordert mich besser nicht heraus!

 

 

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Wer ist schlimmer als eine Mutter? Eine Großmutter!

Über uns Mütter wird ja oft geschmunzelt und getuschelt. Wir sind schnell Übermütter, Helikopter-Mütter, Gluckenmütter oder Drama-Mamas. Es wird gesagt, dass wir nur unsere eigene Brut im Auge haben und zu viel verwöhnen, verhätscheln und betüddeln. Die Welt zittert von der Mutter, die ihr Kind beschützen oder bespaßen will. Aber die wahren Übeltäterinnen auf Spielplätzen, in Freizeitparks oder Eisdielen sind gar nicht wir Mütter – es sind die Mütter der Mütter! Die schlimmste Sorte der Glucke ist: DIE GROßMUTTER!

Großmutter Tyrannomasaurus
Quelle: pixabay.de

Wenn eine Mutter wie eine Löwin ist, welches Tier ist dann Oma?

Eine Mutter würde alles für ihr Kind tun. Aber eine Großmutter würde für ihre Enkel über Leichen gehen. Wo Mamas kleine Wirbelwinde im Kampf um das Recht ihres Nachwuchses sind, sind Großmütter wahre Tornados. So oft war ich regelrecht erschrocken über die Art und Weise, wie die eigentlich lieb und freundlich scheinende Omi zum Tier wird, wenn es um ihre Enkeltochter oder um ihren Enkelsohn geht. Wenn Mama die Löwin ist, ist Oma der Tyrannosaurus Rex! Knallhart, zielsicher und auf einer klaren Mission: Dem Enkelkind den perfekten Tag zu bescheren!

Tyrannomasaurus Rex und seine Methoden

Auf dem Spielplatz beobachtete ich mal aus der Ferne, wie meine damals sechsjährige Tochter mit ihren Freunden auf einem Spielgerät turnte. Ein Tyrannomasaurus näherte sich der vergnügten Gruppe und fuchtelte wild gestikulierend mit seinen Armen und redete auf die fremden Kinder ein. Ich selbst hielt mich mit dem schaukelnden Mäuschen zurück, weil eine liebende Großmutter ja nicht der Feind sein kann und meine Große redegewandt genug ist, um klarzukommen. Reden schwang die Maus auch, aber mit der Folge, dass der fremde Tyrannomasaurus sie einfach kurzerhand vom Spielgerät hob! Später erklärte mir die Maus, dass Omis Enkeldinos nach Hause gehen mussten und JETZT SOFORT auf dieses Spielgerät wollten. Sie hatte Tyrannomasaurus todesmutig erklärt, dass sie selbst ja aber auch lange darauf warten musste und jetzt erstmal sie mit ihren Freundinnen dran wäre. Daraufhin hob die erzürnte Dame sie einfach herunter, denn ein Tyrannomasaurier versteht da keinen Spaß!

Großmutter Rex im Freizeitpark-Stress

Noch erbarmungsloser als auf dem Spielplatz ist Tyrannomi aber in Freizeitparks. Längst vorbei sind nämlich die Zeiten, in denen Oma mit ihren Enkeln nicht die Nachbarschaft oder gar den heimischen Garten verließ. Ihr Revier ist heute auf all das ausgedehnt, was dem Nach-Nachwuchs Freude bereiten könnte. So kam es schon vor, dass ich selbst mit Mann und Mäusen brav und sittsam eine kleine Ewigkeit an einem Fahrgeschäft mit Viersitzer-Wagen wartete und Zeuge wurde, wie Tyrannomi superdreist und wie selbstverständlich forderte, dass ihre beiden Enkel je alleine mit einem Wagen fahren sollten, „weil wir ja gleich nach Hause fahren und die beiden das so gerne wollen“. Selbstverständlich. Ein Wortgemenge der feinsten Sorte mit verständnislosen Wartenden brach los und Tyrannomalein zeigte bösartig allen die haarigen Zähne!

Nonchalant und frech Deluxe

Jetzt sind weder meine Kinder noch ich verständnislose Monster, die man nicht mit freundlicher Höflichkeit leicht um den Finger wickeln könnte. Mit einem „Es wäre so lieb, wenn…“ oder einem „Ist es vielleicht möglich, dass…?“ wären solche Aktionen ganz ohne körperliche Überschreitungen oder zickige Streitereien zu klären gewesen. Aber diese besondere Sorte Omasaurier hat das nicht drauf. Es geht nur superfrech und so gar nicht ladylike. Aber wisst ihr was? Ich bin zwar immer kurz entsetzt und sehr genervt, wenn ich auf diese Gattung treffe und mich mit ihr rumärgern muss – aber letztendlich muss ich doch schmunzeln. Denn durch all das Gefuchtel, Zähnegezeige und Gezicke scheint doch eins am Ende ganz klar und deutlich durch: Eine Oma, die voller Liebe und (etwas zu viel) Enthusiasmus ihren Enkelchen die Sterne vom Himmel holen möchte. Koste es, was es wolle! Und so kann ich das dann alles ganz schnell vergessen und verzeihen.

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Vielen Dank an alle Erzieherinnen und Erzieher! Ihr seid die Besten!

Noch eine Woche und dann sind drei Wochen Kindergarten-Ferien. Dann dürfen die Erzieher und Erzieherinnen endlich in ihren wohlverdienten Sommerurlaub starten. Noch eine Woche sind sie für das Mäuschen da und auch die Maus darf als Besuchskind zu ihren geliebten ErzieherInnen zurück. Noch eine Woche, dann ist das aktuelle Kindergartenjahr vorbei. Deswegen habe ich meinen Blog hervorgekramt, den Staub heruntergepustet und auf „Beitrag erstellen“ gedrückt!

Erzieher Danke
Quelle: pixabay.de

Danke an euch alle!

Wer mir auf Snapchat und Twitter folgt, weiß, dass ich in den letzten Wochen und Monaten viel im Kindergarten mitgeholfen habe, oft als Freiwillige backte, Salate machte, auf- und abbaute und an vielen wichtigen Festen teilnahm. Ich durfte mit den neuen Erstklässlern im Kindergarten übernachten und ich feierte mit den Erziehern und Erzieherinnen ein Grilllfest. Ich sah beim Sommerfest die leuchtenden Augen meiner Kinder und erlebte, wie eng alle miteinander zusammen ihren Alltag gestalteten. Und ich will ein fettes, lautes und von Herzen kommendes DANKE an all unsere ErzieherInnen raushauen. An alle Erzieherinnen und Erzieher, die wieder ein Jahr lang unsere Kinder mitbegleitet haben, ihnen Dinge beibrachten, mit ihnen lachten und sie trösteten. Ihr seid die Besten!

Eltern meckern zu viel, oder?

Natürlich gibt es hin und wieder Momente, in denen man sich als Mutter oder Vater aufregt.
Wenn man das eigene Kind abholt und es nicht die Jacke oder Mütze anhat, die man ihm selbst angezogen hätte. Wenn man glaubt, dass die Wetter- oder Temperaturenlage falsch eingeschätzt wurde.
Wenn man das braune Matschwasser aus dem Gummistiefel wie aus einer übervollen Vase schütten kann.
Wenn nur noch ein Schuh da ist. Wenn das Loch im neuen Kleid größer als der Halsauschnitt ist.
Wenn die Klamotten im ganzen Kinderhaus verteilt und durch Matsch kaum noch zu erkennen sind.
Und manchmal hat man dann sowieso einen miesen Tag und meckert deswegen die falschen Menschen an. Wir Eltern sind oft anstrengend, oder? Aber durch die letzten Wochen und Monate lernte ich viel Internes kennen. Merkte, wie viel Herzblut und Arbeit dahintersteckt, wenn man sich um über 60 Kinder kümmern muss.

Kümmern und liebhaben, unterstützen und wachsen lassen

Liebe Erzieher und Erzieherinnen, es ist eine unglaubliche Arbeit, die ihr da leistet. Ihr tröstet und muntert auf, ihr begleitet und beschützt, ihr helft und lasst sie selbstständig sein, ihr spornt an, füttert sie mit Ideen und stärkt ihr Selbstbewusstsein, ihr ermutigt sie, ihrer Kreativität, ihrem Wissendurst und ihrer Neugier freien Lauf zu lassen. Ihr seid immer da. Wenn es euch selbst nicht so gut geht, schluckt ihr das unter. Wenn ihr selbst müde und traurig seid, lasst ihr das nicht an den Kindern aus. Ihr gebt wirklich alles für „eure“ Kinder. Und oft so viel mehr, als ihr müsstet. Ihr wollt immer mehr als 100%ig für unsere Kinder da sein und das merkt man in allem, was am Tag passiert. Wenn ich an Festen oder Feiern mithalf, kam immer jemand von euch zu mir und sprach über das Mäuschen, erzählte lustige Anekdoten oder lachte liebevoll über kleine Marotten. Fragte mich nach der Maus und interessierte sich für ihr erstes Schuljahr. Ihr hättet das nicht tun müssen. Aber ihr tatet es, weil es euch wichtig war, weil ihr gerne tut, was ihr tut und weil euch die Kinder wirklich am Herzen liegen.

Erzieher sind wirklich wichtig und wertvoll

Durch diverse Streiks und Tarifverhandlungen wurde das Berufsbild mal wieder aufs Neue diskutiert. Es wurde überlegt, was geleistet wird und was es wert sein sollte, ebendiese Leistung zu bringen. Viele waren genervt von den häufigen Schließtagen, bei vielen war das Verständnis aufgebraucht. Dabei ist es so wichtig, im Gespräch zu bleiben, hinter den Menschen zu stehen, die all das für unsere Kinder tun. Jeder sollte sich ab und zu mal die Zeit nehmen, um hinter die Kulissen zu blicken. In den paar Minuten beim Bringen und Abholen wird einem oft die ganze Tragweite dessen gar nicht klar, was die Männer und Frauen in Kindergärten und Kitas so leisten. Klar ist es ihr Job. Aber wir Eltern wissen doch, was das für ein Job ist. Wir Eltern sind oft an unseren Grenzen mit nur 1, 2, 3 oder 4 Kindern. Wir wissen, wie laut, anstrengend und kräftezehrend so ein Tag mit Kindern sein kann. Und auch wenn das ihr Job ist, sie dafür bezahlt werden und mehr oder weniger wussten, worauf sie sich einlassen – so sollten wir echt anerkennen, was da jeden Tag passiert. ICH jedenfalls habe unglaublichen Respekt davor!

Es müssen keine Geschenke sein, aber…

… wenn ihr zufrieden mit dem Kindergarten oder der Kita seid, in die ihr eure Kinder jeden Tag bringt, dann sagt das auch. Sagt einfach mal „Danke für alles“ an die Lieblingserzieherin oder den liebsten Erzieher eures Kindes. Menschen, die kleine Menschen so begleiten, sei es im Kindergarten oder in der Schule, sind es wert, dass man sie sieht und würdigt. Denn Butter bei die pädagogisch wertvollen Fische: Wer mal mit einem dutzend Bald-Erstklässern in einem Kindergarten übernachtet hat, der weiß wirklich, was das für eine Arbeit ist! Und ich bin unglaublich froh, dass es genug Menschen gibt, die diese Arbeit Tag für Tag machen. Freiwillig! Also seid lieb zu diesen Männern und Frauen und steht hinter ihnen, sonst haben sie irgendwann keine Lust mehr darauf und dann gucken wir alle ganz schön blöd aus der Wäsche!

 

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Stehlt euren Kindern nicht die Zeit im Kindergarten

Vor allem im Alter von 5 bis 6 können es die meisten Kinder im Kindergarten gar nicht mehr aushalten: Sie wollen in die Grundschule. Sie wollen lernen, schreiben, lesen und rechnen, wollen sich groß fühlen und ihren Erziehern und dem System Kindergarten entwachsen – und am liebsten jetzt und sofort! Aber ist das wirklich so schön, wie sie es sich vorstellen?

"glücklich im Kindergarten"
Quelle: pixabay.de

Adieu Kindergarten, die Grundschule ruft

Am letzten Wochenende durfte ich mit einer Gruppe von Vorschülern im Kindergarten übernachten. Es ist eines der zahlreichen Abschiedsrituale unserer Einrichtung, die schon die Maus im letzten Jahr miterleben durfte. In zwei Jahren ist dann auch meine Kleine an der Reihe. Im Prinzip ist das eine wunderschöne Sache. Die kleinen Großen versammeln sich um 18 Uhr in ihrem Kindergarten, es werden Spiele gespielt, im Garten zusammen gegessen und gelacht. Später am Abend gingen wir mit ihnen Eis essen und zum Abschluss kuschelten sich alle in ihre Schlafsäcke und schauten einen Film auf der Leinwand in der Turnhalle. Für viele dieser Kinder war es das erste Mal, dass sie woanders als zu Hause übernachteten, und doch klappte es wunderbar und keiner hatte Heimweh. Die Jungs und Mädchen waren aufgeregt, gespannt und durften schon einen kleinen Vorgeschmack aufs „Großsein“ testen. Der Abend war anstrengend, keine Frage. Aber er war sehr schön – und machte mich auch sehr traurig.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Dieser dumme Spruch ist so alt wie lahm – aber er ist so wahr. Ich bin Mama einer Erstklässerlin. Mama eines Mädchens, das sich genauso sehr auf die Schule, das Größerwerden und das Entwachsen aus dem Kindergarten gefreut hat. Und sehr ernüchtert wurde. Die ersten Wochen sind noch aufregend und neu, aber schnell wird den meisten Erstklässlern klar, dass es das jetzt war. Vorbei mit dem Spielen, dem Singen und Toben. Vorbei mit dem Freisein, dem Wildsein, dem Kindsein. Das ausgelassene Kind darf nur noch in den kurzen Pausen zum Vorschein kommen und es lernt zu verstehen, dass nun andere Dinge in den Fokus seines Alltags gerückt sind. Das Leben, wie es noch vor ein paar Wochen war, ist vorbei. Und es kommt nie mehr wieder.

Der Ernst des Lebens – ich kann ihn nicht leiden

Jeder von uns hat von diesem doofen Ernst gehört. In so vielen Augenblicke unseres Erwachsenwerdens wird er einem angedroht. Den neuen Schulkindern zeigt er sich von seiner fiesesten Seite – und nicht alle werden mit ihm warm. Die eben noch Großen und Sicheren sind plötzlich wieder die Kleinen und Ängstlichen. Diejenigen, die in der Sicherheit des Kindergarten-Umfelds an Reife und Selbstbewusstsein gewannen, werden nun ins kalte Wasser eines ganz neuen Abschnitts geworfen und müssen lernen, ohne die Liebe und Geborgenheit des Kindergartens klarzukommen. Wenn die erste Freude verklungen ist und der Druck des schnellschnellschnell Schreibens, Lesens, Rechnens die Oberhand gewinnt, wünschen sich viele Kinder wieder an ihren sicheren Platz im Kinderhaus zurück. Dorthin, wo man auch mal zu Hause bleiben durfte, wenn einem danach war. Dorthin, wo einen jemand in den Arm nahm, wenn man traurig oder alleine oder voll Heimweh war. Dorthin, wo man einfach tun und lassen konnte, was man wollte – und wo man einfach seine Nische fand, wenn man sie suchte.

Trennungsschmerz und dicke Tränen

Ich will nicht sagen, dass die Grundschule schlimm ist. Ist sie nicht. Sie ist nur neu und anders. Aber sie macht aus kleinen Kindern junge Menschen, die das Stillsitzen und Lernen üben und verinnerlichen müssen. Meine Tochter ist sensibel und hängt sehr an mir. Die ersten Wochen und Monate war bis auf den Druck und das Lernpensum auch alles gut. Aber dann brach sie ein und wird jetzt morgens von großem Trennungschmerz gepackt, der sie zum Weinen und Verzweifeln bringt. Sie will nicht von mir weg. Sie braucht jemanden, der ihr Halt gibt. Doch in der Schule findet sie das nicht. Sie hatte schon immer solche Phasen, in denen ich sie kaum in den Kindergarten oder noch früher in die Kita bringen konnte, ohne dass es ein Drama gab. Doch dort wurde sie mit ihrem Schmerz aufgefangen. Hier ist sie ganz auf sich gestellt und muss gegen ihre kleinen, großen Geister alleine kämpfen. Und mir bricht es das Mutterherz. Zwar weiß ich, dass alles gut ist, wenn sie sich beruhigt hat. Dass sie lacht und lernt und einen guten Tag hat. Aber ein weinendes, sich festklammerndes Kind in die Schule zu „schubsen“ ist nicht das, was man sich morgens wünscht.

Soll ich mein Kind früher einschulen?

Ich höre immer öfter, dass dieses oder jenes Kind schon ein Jahr früher eingeschult werden soll. Weil es ja clever genug ist. Weil es an der Zeit ist. Weil es schon so vernünftig und wissbegierig ist. Das mag auch sein. Aber ich kann allen zweifelnden Eltern nur raten: Lasst es. Schenkt eurem Kind dieses eine Jahr Kindheit. Schenkt ihm noch ein Jahr lachen, rennen, toben, kichern, Leichtigkeit und Freiheit. Gönnt ihm noch ein Jahr lang den Luxus, die Liebe und Geborgenheit des Kindergartens zu genießen. Gönnt ihm die Zeit mit seinen Freunden, ohne Hausaufgaben, Pflichten und Lerndruck. Ein Kind mag clever oder reif oder wissbegierig erscheinen, aber es ist in diesem Alter noch so klein. Es überschätzt sich. Die Eltern überschätzen es. Dieses eine Jahr länger Kindsein kann einem niemand mehr nehmen. In die Schule kommen alle früh genug – und dann gibt es kein Zurück mehr. Macht euch das wirklich, wirklich klar.

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