Eltern und Kinder

Anbrüllen ist wie – anbrüllen

Heute will ich mal über ein Thema sprechen, dass mir auch schon eine Zeit lang unter den Nägeln brennt. Im Augenblick geht es in den Mama-Medien sehr um das Thema Kinder anschreien, wie zum Beispiel in diesem Artikel in der Brigitte Mom, in dem es sogar heißt, dass anbrüllen eigentlich wie schlagen ist. So weit, so gut. Theoretisch.

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Quelle: Pixabay

Sicherlich spreche ich hier für alle Eltern und Nicht-Eltern, die Kinder einigermaßen leiden können, dass es weder Spaß noch Freude oder viel Sinn macht, Kinder anzubrüllen oder mit keifender und sich überschlagender Stimme Befehle zu bellen. Ich selbst würde liebend gerne immer in liebevoller und ruhiger Stimme mit meinen Mädels kommunizieren. Aber leider sieht die Wirklichkeit nicht so aus. Nicht meine – und ich bin mir ziemlich sicher – auch nicht die von sehr vielen anderen Eltern. Meine Mäuse ignorieren zum Beispiel zur Zeit komplett jede freundliche und höfliche Ansprache meinerseits. Ich bitte sie nett und brav einmal. Zweimal. Dreimal. Und dann werde ich lauter. Und LAUTER. BIS ICH DANN BRÜLLE! Und dann? Dann geht es. Tja, nun. Ob mir das Spaß macht? Sicher nicht. Aber die Mädels juckt es nicht.

Oder Trotzkinder und aufmüpfige Sechsjährige. Die machen grad, was sie wollen. Den lieben langen Tag. Sie trotzen, sie streiten, sie werfen Dinge stinksauer durch die Gegend, sie klettern da hoch, wo sie nicht sollen und laufen zum Ausgleich nicht in die Richtung, die angezeigt ist. Dann hört man den ganzen Tag nichts anderes als „Orrrrrrrrrrr, GIB – ES – MIR – WIEDER – ZURÜHÜÜÜÜCK!“ oder ähnliches. Und ich mittendrin. Stundenlang. Tagelang. Dann brülle ich. Laut. Ich brülle rum und schimpfe und mache mir Luft und den Kindern klar, wie sehr das ewige Gestreite und Gemache mich nervt. Brüllen ist im Prinzip wie schlagen? Bullshit. Ganz ehrlich. Langsam kotzt mich dieses PerfectPeople-ohne-Fehler-Getue so derartig an. Brüllen ist wie schlagen. Und alle so „Ja, das ist echt total unmöglich, wer macht denn das auch?!“. Und Mütter wie ich sitzen dann da und sind kurz davor, eine Selbstanzeige beim Jugendamt zu starten. Im Prinzip bin ich ja noch viel brutaler! Ich brülle nicht nur, ich packe auch am Arm oder Handgelenk! Wenn sich das Mäuschen mitten auf der Straße zum Beispiel von der Hand losreißen will. Das arme Ding. Ich böse Mutter packe das wehrlose Kind dann fest am Arm oder ums Handgelenk, so dass es sich nicht wieder losreißen kann. Und das Mäuschen? Brüllt und windet sich, als gäb es kein Halten mehr. Tja, nun. Ob mir das Spaß macht? Sicher nicht. Und solche derart brutalen körperlichen Übergriffe werden auch nicht selten mit strafenden Blicken von Perfecteltern untermalt, die eine Sekunde Einblick in unser Leben erhaschten und daraus natürlich schließen können, dass ich meine Kinder rund um die Uhr in ihrer Selbstentfaltung und Freiheit einenge und bösartig quäle.

Im Ernst: Geht mir nicht auf den Sack mit all diesen pseudowissenschaftlichen Untersuchungen, Statistiken und Berichten. Denn es gibt Kinder auf dieser Welt, ja in diesem Land, denen geht es richtig schlecht. Die werden geschlagen, getreten, misshandelt, runtergemacht – und nicht geliebt. Die Eltern DIESER Kinder sollte man treffen mit all diesen pauschalen Aussagen; aber DIESEN Eltern ist all das doch egal. Nicht die anderen Eltern, die einfach nur Menschen sind, die ihre Kinder über alles in der Welt lieben, aber einfach ab und zu nicht mehr weiter wissen, weil sie nicht die artigen Schätzchen oder Nerven haben, wie sie andere Eltern genießen dürfen. Man sollte sich ein Bild von Zuständen und Menschen machen und nicht einfach eine laute Stimme mit Schlägen vergleichen. Ich stimme zu, dass ich gerne anders wäre. Nicht so impulsiv. Nicht so genervt. Ausgestattet mit einem dickeren Fell. Aber ebenso impulsiv liebe ich auch. Und zwar in all den Stunden, Tagen, Wochen, Monaten und Jahren, in denen meine Kinder bei mir sind. Wenn wir uns nach einem Streit kuschelnd in den Armen liegen und darüber gemeinsam lachen können, dass wir wieder zusammen unnötiges Chaos gestiftet haben, fühlen meine Kinder sicher vieles. Aber nicht danach, als wären sie geschlagen worden. Kümmert euch um das Wichtige auf dieser Welt und verunsichert nicht Eltern, die es wagen, eigene Fehler zu haben. SCHLAGEN ist wie schlagen. Und ich bin sicher, die meisten Menschen, die geschlagen wurden als Kind, würden da zustimmen.

121 Gedanken zu „Anbrüllen ist wie – anbrüllen

  1. Ich stimme dir absolut zu.

    Man sollte auch echt sein als Mutter, und wer ist schon immer fluffig und entspannt?
    Nach wochenlangen schlafarmen Nächten, Gejammer ohne Grund und mit all den Ansprüchen die man (warum auch immer) gern erfüllen möchte.
    (Merkt man, dass mein Baby grad einen Entwicklungssprung durchmacht?)

    Also auch mit mir geht’s mal durch. Solange das kein Normalzustand ist und man nach dem Streit reflektiert und sich wieder lieb hat…. Anyway.

    1. Nöööö, merkt man gar nicht, deine Beispiele klingen total aus der Luft gegriffen *lach*. Eben. Wir sind nämlich nur Menschen. Und dazu dann eben welche, die auch zugeben können, nur Menschen zu sein. Und ich hoffe, auch meine Kinder werden nur Menschen. Von mir lernen sie wenigstens, dass man Emotionen ruhig mal Luft machen kann. Und dann haben sich alle wieder lieb.

  2. Ähhhh… wie kannst du nur dein Kind am Handgelenk ziehen? Ist ja Freiheitsberaubung 😉 Nein, echt jetzt – ich sehe das genauso wie du. Schreien ist ja auch eine Warnung. Klar Brülle ich mein Kind an, wenn es sich in Gefahr bringt oder auch wenn es zu weit geht. Ich finde das aber immer ganz toll wenn andere Leute hergehen und mein Kind zur Seite nehmen und ihm etwas ganz ruhig erklären. Bei mir funktioniert das irgendwie meistens nicht 😛

    1. Ja, ganz schlimm bin ich. Nächstes Mal lasse ich sie vors Auto laufen. Dann ist sie wenigstens in Freiheit… Lassen wir das. Ich bin natürlich mit meiner schlechten Erziehung selbst Schuld, dass sich die Kleine auf der Straße losreißt. Ist ja auch klar 😀 Ja, ich find es auch toll, wenn andere was ruhig erklären können. Ich krieg das auch nicht hin, mir hört nämlich kein Schwein (Ferkel) zu 😉

      1. Hallo? Mein Kind hat in einem Megabockanfall versucht auf die Straße zu rennen. Und was soll man dann machen, daneben stehen und zusehen, wie das nächste Auto das Kind zermatscht? Nein! Ich musste meine Tochter in so einer Situation auch am Handgelenk festhalten und bin SEHR sauer mit meiner Tochter zur Ubahn marschiert. Es gab 5 Tage Sandmännchenverbot., Ich kenne keinen Spaß, wenn es darum geht, dass meine Tochter sich in Gefahr bring.

  3. du machst dir keine vorstellung, wie sehr ich dir für diesen post danke. das bin ich in worte gefasst, die arschlochmutter per se für all die säuselnden gutmenschen, die regelmässig meine kinder bedauern und sich distanzieren, weil ich eben bin wie ich bin. weil ich meine kinder wie bekloppt liebe – und mich auch. also: danke!

    1. Sehr gerne. Ich schrieb diesen Beitrag ja nur, weil ich auch diese Arschlochmutter für alle säuselnden Gutmenschen bin. Ich verstehe genau, was du meinst… Blöder Mist, blöder.

    2. Meine Mama musste sich mal anhören, sie würde dauernd nur „im Kasernenhofton“ mit uns, ihren allerliebsten 3 Kindern sprechen. Das stimmt. Meine Seele ist gequält … QUATSCH! Sie hatte sicher hin und wieder den Ton, bei dem dir das Blut in den Adern gefror … war auch gut, so sind wir SOFORT stehengeblieben, wenn sie den draufhatte. Sie war und ist ein Mensch. Und wenn im Oktober unser einzigartiges Engelchen auf die Welt kommt … werde ich mir alle Mühe der Welt geben, in einem möglichst hohen Prozentsatz aller Fälle liebevoll und sanft mit ihm zu sprechen. Und wenn’s nicht anders geht, klingt es bei uns halt auch mal nach Kaserne. Meine Seele hat keinen Schaden genommen – seine wird es auch nicht tun.

  4. Liebe Grummelmama,
    ich verfolge , soweit es mir möglich ist, deine Beiträge und bin immer wieder überrascht, dass ich doch nicht so ganz alleine da stehe mit meinem Wutpinsel der mich manchmal schier einfach in den Wahnsinn treibt!
    Ich danke dir für die exakt treffenden Worte.
    Ich gehöre leider zu den Erwachsenen Menschen die in ihrer Kindheit nicht so schöne Erlebnisse hatten und fühle mich auch oft genug sehr schlecht wenn ich mal wieder gebrüllt habe- aber wie du schon geschrieben hast- eine Sekunde Gebrüll ist kein ganzes Leben und Schreien bleibt schreien.
    Danke dir!

    1. Oh nein, du bist ganz sicher nicht alleine. Auch wenn einem das oft so vorkommt, wenn man sich draußen so umsieht… Leider. Es tut mir sehr leid, dass du als Kind wohl nicht ganz so tolle Dinge erlebt hast. Und das finde ich auch ganz schrecklich – und keiner von uns will, dass die eigenen Kinder sowas später mal sagen. Und ich bin sicher, das werden sie auch nicht. Drück dich.

    1. Schlechtes Gewissen habe ich auch! Aber so bin ich eben. Schon immer gewesen, auch schon vor den Kindern. Und meine Freunde würden mich nicht als „Aggressiv“ beschreiben… Dank dir! <3

  5. DU BIST DER HAMMER!

    Danke, Danke und nochmals DANKE das DU normal bist und ich mir dadurch auch irgendwie ein Stückchen normaler vorkomme. (Und ganz viele andere Mamas natürlich auch!) 😉
    Treffender geht’s kaum. Schlagen ist wie Schlagen. Punkt.
    Ich kann derzeit auch Säuseln was ich will, meinen Zwergen ist’s Schnurz-Pups-Egal.. aber warte mal bis der Soldaten-Ton aus mir raus purzelt „Zähne putzen! JETZT!“ Da herrscht plötzlich Ruhe und siehe da.. es wird gemacht. Und zwar nicht aus Angst, sondern aus purer Genervtheit, weil die Mama schon wieder am Rad dreht 😉 So zumindest, erklärte mir es mein Sohn.. und der muss es ja nun wissen!

    1. Vielen Dank für seinen lieben Kommentar 😀 Ich komme mir oft gar nicht normal vor, aber es ist gut zu wissen, dass man hier so viel positive Resonanz bekommt!!! Und genau, ich glaube nämlich auch, dass Angst gar kein Thema ist. Hier auch nicht. Genervtheit und Augenrollen… Alles Liebe!!

  6. Hmm … ja und nein …

    Ich mein, mir passiert es auch … öfters .. eigentlich viel zu oft und zumeist machts die Situation nur schlimmer bzw. die Stimmung ist dann völlig im Eimer. Meist kann ich jedoch nicht anders, da keine Geduld mehr, Nerven liegen blank, hab einen schlechten Tag oder es ganz einfach grad echt gefährlich wird. Und ausserdem zeig ich damit auch meinen Kindern meine Gefühle.

    Aber mein Partner schaut mich dann auch schon manchmal etwas kritisch an und es ist wahr: ihm passiert das nicht, er bleibt ruhig, ernst aber ruhig.
    Er hatte keine schöne Kindheit, er erinnert sich nicht gerne daran zurück … und dabei geht es nicht um körperliche Gewalt, sondern um kontinuierlichen Streit und Schreien.

    Das heisst, ich find der Artikel hat Recht, Schreien ist nicht Schlagen. Auch die Mama und der Papa haben Grenzen und deswegen flippen wir auch aus, je nach Trotzphase mehr oder weniger.
    Jedoch stimme ich nicht allen Kommentaren zu, weil es nämlich nicht ok ist. Ich möchte auch nicht von anderen Menschen und vor allem von meinen Kindern, von meinem Partner, Freunden angeschrien werden, deshalb versuch ich es einfach jeden Tag aufs neue. Und eine gute Freundin hat mir mal eine ganz schön harte Nuss zum Knacken gegeben (nachdem ich mich beklagt hab, wie fies die Älteste machmal ist und man gar nicht anders kann als so richtig auszuflippen): „Am Ende bist doch Du die Erwachsene“ …

    Und bitte, nicht falsch verstehen, wir sind alle normal und ich glaube, wir haben auch alle wundervolle Kínder.

    liebe Grüsse

    PS: Und ja, stimme der Aussage im Artikel voll zu, dass viel zu wenig Kínder in wirklich schlimmen Situationen thematisiert werden.

    1. Liebe Kerstin,

      ich gebe dir und deinem Mann total recht, was das permanente Schreien und Brüllen angeht. Wenn man SO aufwächst, ist es sicher nach an Prügeln. Aber von sowas spreche ich ja gar nicht. Aber das weißt du ja. Ich bin selbst ein sehr impulsiver Typ. Ich brülle beim Streiten. Würde auch gerne klischeemäßig Teller werfen und so. Und danach ist wieder gut. Ich arbeite daran seit Teeniezeiten – aber so bin ich eben. Und ich glaube, deswegen nehmen mich viele (auch die Mädels) gar nicht so ernst in diesen Momenten. Und ja, WIR sind die Erwachsenen. Aber das ist auch teils Charaktersache und man muss auch lernen, diese Dinge zu durchschauen. Was ich ätzend finde, ist aus schlechter laune zu schreien. Oder weil man wegen etwas anderem angenervt ist. Sowas versuche ich zu vermeiden und mir auch zu sagen, dass das MEIN Problem ist und nicht das der Kinder… Aber ja, daran arbeiten tue ich auch. Jeden Tag.

      Liebe Grüße!

      1. Sorry, aber Schreien/Anschreien einfach mit Charakter ab zu tun ist mir zu billig. Gerade als Eltern sollte man sich, auch entgegen dem Charakter, Mühe geben so selten als möglich solche Ausraster zu haben.
        Es geht nicht darum, dass es nicht mal vorkommen kann, gerade in Situationen in denen man Angst um die Kinder hat. Aber es sollte nicht zur Gewohnheit werden und wir sollten für dieses Verhalten auch keine Rechtfertigungen suchen – denn es sollte nicht so sein!

    2. Sehr gutes Statement. Habe eben dem Artikel in einem eigenen Kommentar voll zugestimmt,dann deinen gelesen und mir gedacht: ja stimmt 🙂

      Ich nehme mir auch immer vor,mit meinem Kleinen alles vernünftig und gelassen anzugehen, habe aber ernste Zweifel daran,dass mir das immer gelingen wird.

      Hauptsache ist dann wahrscheinlich,es nicht zu übertreiben und dem Kind im Nachgang ggf. noch erklären,wieso Mama jetzt laut/grob war. Natürlich angepasst je nach Alter und Situation 🙂

  7. Pingback: Let it be | Familie Rockt
  8. Endlich! Endlich jemand der es auf den Punkt bringt! Ich wurde schon als Rabenmutter bezeichnet, weil ich mein Kind in einem Festen Griff im Arm hatte, so das sie weder mich Hauen konnte, noch alleine in der Großstadt über eine Hauptstraße ALLEINE Rennen durfte…unmöglich, diese Frau hätte ich am liebsten in der Luft zerrissen. Und als was wird man bezeichnet, wenn ich sie hätte alleine Rennen lassen und sie wäre überfahren worden? Dann doch eher als solche Mutter, der alles egal wäre. Es gibt genug, die denken zu wissen, wie man anderer Leute Kinder erzieht. Da jedes Kind ja auch gleich ist- hahahahah- ich lach mich schlapp!
    Danke für den Beitrag! Ein Hoch auf alle Löwenmütter, die ihre Kinder lieben und deren Kinder auch ab und zu mal ne Festere Grenze brauchen, als den Wattebausch- vollgestopft mit Gummibärchen- der älteren Nachbarin Nebenan

  9. Danke!

    Im Moment ist es bei uns sehr schlimm…eine 4jährige und eine 2jährige prallen aufeinander, lieben und hassen sich (ok, mögen sich nicht so sehr in bestimmten Situationen) und unsere Nerven sind dadurch momentan nicht so gut. Ich hätte gerne weniger Gebrüll – von mir selbst – aber irgendwie will dieser blöde Schweinehund nicht aufhören.

    Es kommen aber auch wieder bessere Zeiten!

    LG Ivi

  10. Wirklich ein toller Post, ganz klasse!! Heutzutage ist es ja leider Trend, seine Kinder zu verweichlichen und alles Tod zu sabbeln, bis die Kinder gar nichts mehr kapieren. Ich bin ganz ehrlich, selbst meine kleine 3,5 Jährige bekommt es gebacken, mich brüllen zu lassen. Ich fühle mich danach auch nicht wirklich toll, aber meine Tochter weiß ganz genau, sie hat einen Fehler gemacht und tut dieses nicht nochmal 😛
    Wie sollen Kinder denn sonst Gefahren kennen lernen (Straße = Autos = schlecht!) oder wirklich kapieren, dass ihr Verhalten in einigen Situationen einfach absolut unangemessen ist ?!?! Indem man, die von Natur aus temperamentvollen, sich extrem ausprobierenden Kindern zur Seite nimmt und ruhig volltextet, das das so nicht geht? Klar, manchmal funktioniert es und in einigen Situationen auch super. Aber wenn mein Kind auf die Straße rennt, dann zum Teufel brülle ich es auch mal an o_O es ist schließlich mein. geliebtes Kind, welches ich beim nächsten Mal dadurch verlieren könnte !!!! Kinder bringen uns an unsere Grenzen und das dürfen sie auch mal zu „hören“ bekommen. Was soll denn aus den Menschen. werden, wenn wir alle in Watte einpacken ?!

    1. Liebe Daniela!
      Ich finde halt auch, dass es einen großen Unterschied macht, ob ich MAL brülle oder ausschließlich als Erziehungsmaßnahme rumschreie. Darum geht es hier ja gar nicht. Es gibt Kinder und Situationen, die das „rausfordern“. Und nein, das meine ich auch gar nicht doof oder böse. Niemand fordert zum Beispiel „schlagen“ heraus. Aber du weißt, was ich meine. Zudem gibt es eben Mütter, die nicht die ruhige Aura haben, um die ich andere Mütter beneide… Stolz darauf bin ich nicht. Aber ich finde es auch nicht sooooooooo tragisch, wie viele denken. Eben, es ist dein geliebtes Kind. Und das weiß es auch.

      Liebe Grüße!

      1. Lest doch eure Posts in einer ruhigen Minute noch mal durch. Ich sage ja nicht, dass es nicht vorkommt- aber das Anschreien von Kindern hier so zu rechtfertigen finde ich nicht ok!

  11. Sehr gut! Vielen Dank für diesen Artikel! Ich komme mir manchmal in diesem ganzen Super-Mamiversum wie ein Außenseiter vor, der zum Einen strenger zum Kind ist (so habe ich zumindest den Eindruck) und der eben auch einmal zu genervt ist und laut wird.
    Dazu wollte ich eigentlich auch schon lange etwas schreiben – aber, nun ja, besser auf den Punkt als Du in diesem Artikel, kann ich es gar nicht bringen!

    1. Ich bin auch streng. So sagen es viele Freundinnen – deren Kinder aber auch echt alles dürfen und machen… DANN kommt man natürlich auch nie an den Punkt, dass man mal lauter werden muss, wenn man die Kinder immer einfach alles machen lässt. Auch ein Trick – den ICH nicht gut finde für die Zukunft…

      Liebe Grüße!

  12. Genau, gut auf den Punkt gebracht…. ich möcht garnicht wissen was diese Guteltern tatsächlich manchmal zu Hause „abhalten“ ….. Ich glaub diese Augenwischerei die da betrieben wird um Eltern ein schlechtes Gewissen zu machen ist wie die katholische Kirche die versucht einem gute Tips in der Ehe an die Hand zu geben oder bei der Kindererziehung…. Da sitzen viele die haben gar keine Kinder und wissen ja eh alles besser….. laß sie mal reden. Ich halte es wie Du : wer auf leise Worte nicht reagiert wird auch schon mal angebrüllt und wer meint sich losreißen zu müssen wird festgehalten – dann eben ein wenig fester….. Und nein Brüllen ist nicht wie Schlagen ….. ende und aus !!!

  13. Danke! Ich habe auch viel zu viele Artikel gelesen die mich zu einer schlechten Mutter machen. 🙁 zum beispiel soll man ohne „wenn-dann“ erziehen und auch der absolut verbotene klassiker „dann gehe ich jetzt ohne dich“ rutscht mir über die Lippen!

    1. Eine schlechte Mutter, weil man ab und an laut wird? Das an sich finde ich ja schon lächerlich. Wir reden uns hier ja schließlich nicht Prügeln schön, sondern geben nur zu, ab und an laut werden zu „müssen“… Schlimm, dass man so einen Text überhaupt schreiben muss!

      Liebe Grüße!

  14. O-Ton vom Kind: „Ich hab dich lieb bis zum Weltraum und zurück – auch wenn du manchmal sauer bist“
    Und ich ihn natürlich auch!!!!!!

    1. Genau. So schön <3
      Ich werd auch oft angepflaumt. Und brülle auch meinen Mann an, wenn ich stinkig bin. So bin ich halt. Und ich liebe alle überirdisch. Und das wissen die auch. Und nehmen mich eh kaum ernst 😉

  15. Meine (5) Kinder sind inzwischen alle erwachsen. Aber ich erinnere mich an die Worte einer Tochter: „Wenn Du rumgebrüllt hast, haben wir alle die Ohren auf Durchzug gestellt, schnell gemacht, was „verlangt“ wurde und dann ging es ganz normal weiter.“ Kinder, jedenfalls meine, wissen genau, dass Muttern sich sofort danach wieder beruhigt, und Schaden hat keiner genommen…..danke für Deinen so zutreffenden Artikel!

  16. Liebe Grummelmama,
    ich danke dir aus tiefsten Herzen für diesen Beitrag. Als ich ihn gelesen habe habe ich mich zu 1000% darin erkannt.
    Es zeigt mir das ich doch nicht so ne schlimme „Arschlochmama“ bin wie ich denke.

    Mir könnte jedesmal,entschuldige bitte den Ausdruck,der Arsch platzen wenn ich lese das andere niiiiiiemals ihre Kinder anschreien.

    Die können mir doch nicht erzählen das alles beim 1.Mal klappt?!

  17. Also ich packe lieber mein kind am Handgelenk und zerr es von der Straße bevor es belustigt, seine Freiheit genießend vors nächste Auto hüpft….und bei einer pubertierenden, alles besserwissenden, ich laß mir nix sagen 14 jährigen kombiniert mit einem 3 jährigen duracell terrorzwerg muß ich meine Lautstärke auch oft höher schrauben

  18. Ich sehe das auch wie du. Zumal man doch auch einfach mal differenzieren muss zwischen dem ab und an mal anschreien und Kinder die überhaupt keinen liebevollen Umgang kennen, sondern nur Gebrülle. Wie du schon geschrieben hast: Diese werden nämlich kaum thematisiert. Stattdessen werden werdende Mamas wie ich oder junge Mamas mit derart Artikeln komplett verunsicher und haben das Gefühl sie dürfen ihren Kindern überhaupt nichts sagen. Bloß nicht. Nur machen lassen. Entfaltung vom Kind. Da bin ich ja auch dafür, Regeln muss es trotzdem geben.
    Und ich denke dann immer auch an meine Kindheit. Für mich war Schreien nicht wie Schlagen. An die meisten Situationen in denen ich angeschrien worden bin kann ich mich doch kaum mehr erinnern und ich glaube auch nicht, dass sie mich nachhaltig unterbewusst krass geschädigt haben. Wie gesagt: Es gibt schon einen Unterschied zwischen mal angeschrien werden, weil man bei Rot über die Ampel rennen möchte, oder im Supermarkt trotzig „Ich will aber“ brüllt, oder einfach als Kind nichts anderes kennenlernt als Geschrei und Gebrüll von Seiten der Eltern.

    Immer diese Mommy Wars – ganz wie im Kindergarten: „Ich bin besser als wie du“ :-/.

    1. Liebe Klaudia,

      das sehe ich auch wie du – und darum geht es hier ja auch nicht. Normale Kommunikation ist anschreien und laut werden sicher nicht. Dann läuft was schief, aber ich denke, das ist auch echt die Ausnahme. Normal wachsen auch die Kinder der „Brüllmamas“ mit Liebe, Bestärkung, Kuscheln, normalen Gesprächen und Ansagen auf. Aber traurig, dass man das überhaupt so unterstreichen muss. Ich finde nämlich auch, dass Regeln und deren „Durchsetzung“ verdammt wichtig sind. Und lieber setze ich sie mit Liebe durch als eines Tages wer anders auf andere Art…

      Liebe Grüße!

  19. Ooooh ja liebe mama….ich liebe dich Danke deine Worte haben mich aufgebaut meine jungs sind super brave liebe Kinder. …aber ab und zu nicht und ich hab an und zu weniger Geduld als sonst.
    Liebe grüße und fühl dich gedrückt

  20. Toller Artikel! Ich bin 34, habe selbst (noch) keine Kinder (dafür einen riesen Haufen Neffen und Nichten, die einem auch den ein oder anderen Nerv rauben konnten ;-)), aber ich beschäftige mich sehr mit dem Thema und unterhalte mich mit vielen Müttern.
    Ich habe mich schon ohne Kinder zu haben manchmal als schlechte Zukunfts-Mama gesehen, weil auch ich recht impulsiv sein kann *räusper*

    Letztendlich frage ich mich auch immer, wie war das bei mir, meinen Schwestern und meinen Eltern und kann dazu nur sagen:
    Meine großen (Halb-)Schwestern wurden sehr streng erzogen von meinem Papa (ihr Stiefpapa), die waren auch noch in der Pupertät zu der Zeit als meine Eltern heirateten. Heute sagen sie, meine Eltern haben alles richtig gemacht, v.a. dass sie zusammengehalten und sich nicht gegeneinander ausspielen lassen haben. Haken dran.

    Und ich? Ich erinnere mich sehr gut, wenn ich meine Eltern bis auf’s Blut gereizt habe (und bei meinem Papa dauert das echt lange!!!) und sie brüllend hinter mir hergerannt sind und – ja, auch das kam ganz früher mal vor – es auch den ein oder anderen Klatscher auf den Allerwertesten gab.
    Trotzdem möchte ich behaupten, ich hatte eine ganz wunderbare Kindheit mit Eltern, an deren Liebe zu mir ich nie gezweifelt habe und ich weiß selber, dass ich sie zu diesem Verhalten mehr als gereizt und provoziert habe! Klar, als Kind tut man sowas weil man ja nicht weiß, sich auszudrücken, und die Eltern sind die Erwachsenen, blabla… trotzdem: Ich wusste GENAU was ich tue, wenn ich so lange gebockt habe bis die Eltern laut werden!!! Und danach war, wie oben beschrieben, auch meistens wieder Ruhe und gut.

    Ich denke, eine gesunde Eltern-Kind-Beziehung bewirkt auch in dem Kind, später mal über all das zu reflektieren und die Dinge so einzuordnen wie sie sind. Und das tue ich heute. Ich war ein bockendes Kind, ein bockender Teenager, um meinen Platz im Leben und mich selbst zu finden und habe es meinen Eltern nicht leicht gemacht. Ich glaube, das ist normal.
    Sie mussten oft laut werden und waren auch oft (ob gerechtfertigt oder nicht) genervt. Ich glaube, auch das ist normal.
    Sie sagen heute, trotz allem möchten sie uns Kinder nicht missen und ich sage, meine Eltern haben sicher nicht alles, aber sehr vieles richtig gemacht (das was sie m.E. nicht richtig gemacht haben, hat seltsamerweise nichts mit Brüllen oder schlagen zu tun!)
    Vor allem aber haben sie mich geliebt und waren und sind immer für mich da. Und das ist das allerallerALLERwichtigste.

    Über die Brüller und „Schläge“ grinse ich heute und schäme mich auch ein kleines bisschen, dass ich meine Eltern in diese Situation gebracht habe. Aber ich habe keinen psychischen Schaden davon getragen. Haken dran.

    Somit möchte ich alle Mütter ermutigen, die sich überhaupt Gedanken über das Thema machen, denn wie beschrieben, es gibt genügend Eltern, denen ihre Kinder scheinbar egal sind und diesen Kindern geht es echt schlecht. Ihr macht das schon richtig so und ich bewundere oft genug eure Energie!

  21. ich kann dem nicht zu stimmen … sorry. auch ich habe einen sohn und ja, auch ich werde manchmal lauter! aber brüllen ist für mich etwas anderes. UND selbst wenn ich mal lauter werde, fühlt es sich für mich falsch an. natürlich kann mein sohn mich in den wahnsinn treiben und natürlich werde ich manchmal stinksauer, aber ihn anzubrüllen wäre meiner meinung nach ein schritt in die falsche richtung!! die stimme zu erheben, die körperhaltung zu verändern, klare worte zu wählen…das unterschreibe ich sofort. aber brüllende mütter finde ich schrecklich und unangemessen. ich brülle meinen partner oder meinen nachbar doch auch nicht an, selbst wenn er mich mal in den wahnsinn treibt? wieso sollte ich mir das recht bei meinem kind raus nehmen? ich will niemanden verurteilen, dem dies mal passiert ist oder auch passiert, aber dafür zu propagieren, dass es richtig ist, halte ich für den absolut falschen weg…!

    1. Ich glaube, das ist schon der Unterschied. Ich brülle auch meinen Partner an… Und ich will auch, dass zurückgebrüllt wird. WENN man etwas auch einfach mal rauslassen muss. So bin ich einfach. Heißblütig, aufbrausend – und dann ist wieder gut. Reinigendes Gewitter. Und es stört mich auch null, wenn mich in so Situationen jemand anbrüllt. Laut wird. Das ist eine andere Streitkultur. Vielleicht keine Gute. Aber eine andere. Böse Dinge kann man auch leise sagen. Ich will gar nicht sagen, ALLE sollten das so machen, darum geht es ja auch gar nicht. Es ist sicher nicht der richtige Weg. Und das habe ich auch NIRGENDS geschrieben. Aber der absolut falsche auch nicht. In meinen Augen. Wir sprechen ja nicht von 24/7 Gebrülle und Gezeter! Ich hoffe, das ist deutlich!

  22. Im übrigen sind es dann auch die Guteltern welche kopfschüttelnd in Rudeln über den Zeitungen sitzen und sich echauffieren dass wieder ein Kind von einem Auto angefahren wurde. Grund: diese Eltern waren überfordert mit der Aufsicht! Lieber nehme ich meinen trotzenden 5 jährigen grob an der Schulter zurück weil er nicht hört, als ein schwer verletztes Kind weil ich mich durch solche Propaganda handlungsunfähig machen lasse. Leute wacht auf! Mein Mann und ich sind beide voll berufstätig und unsere Freizeit gehört zur Gänze unserem Sohn! Und in dieser darf ich nicht mehr Mensch sein und vermittel meinem Kind ein vollkommen falsches Bild dieser Welt? Wenn er nicht lernt, dass es klare Grenzen und Regeln gibt, lernt er das spätestens im Berufsleben und dort knallhart! Ich prügel mein Kind nicht, aber zu seinem Schutz schrecke ich nicht davor zurück es mit allen Mitteln zu beschützen. Wenn dazu ein lautes Wort oder ein gröberer Griff notwendig sind, dann ist das so und dann habe ich das in diesem Moment so entschieden! Er ist unser größtes Glück und ich könnte mit der Schuld nicht leben wenn ihm etwas passieren würde, weil ich mich gerade nicht „pädagogisch Wertvoll“ verhalte.

  23. Ich hab Pipi im Auge, du sprichst mir aus der Seele.
    DANKE 🙂
    Meine Kinder sind mir das WICHTIGSTE, ich liebe Sie über alles. Aber es gibt halt Momente da reichts, dann hilft keine freundliche Stimme mehr. Schlagen kommt für mich nieeeeeee in Frage.
    DANKE, DANKE, DANKE liebe Grummelmama

    1. Meine Kinder sind mir auch das Wichtigste auf der Welt. Und das wissen und spüren sie jeden einzelnen verdammten Tag. Und Schlagen geht halt einfach gar nicht. Aber darüber sind wir hier uns ja wohl alle einig!

      Liebe Grüße!

  24. True, true…
    Die Leute,die dann ach so großes Mitleid mit den Kindern haben,sind selbst meistens kinderlos, selbst Roboter oder haben die absoluten Musterkinder, die nie Grenzen austesten und immer sofort hüpfen, wenn Mama ruft 😀

    Manchmal brauchen Kinder ne Ansage…und manchmal kann sich vielleicht auch die ausgeglichenste Mama nicht komplett beherrschen.

    Streng sein darf man nicht, aber doch bitte auch keine Arschlochkinder ohne Anstand in die Welt entlassen…..

    1. Genau das ist es. Es GIBT diese Musterkinder. Oder die, die eben andere „Problemstellen“ haben. Keinder ist perfekt. Und ich will hier auch sicher nicht sagen: Ja, los, brüllt die Kinder an, das brauchen die! Ist ja Unsinn. Aber die meisten – wie du – wissen ja, was ich meine!

      Liebe Grüße!

  25. Ich gebe dir auch recht.
    Aber ich hab es so neun Sohn (7) weiß wenn ich laut werde ist alles ok aber wenn ich ganz leise werde sollte er sich sputen da es sonst sehr starke Konsequenzen gibt.
    Schlagen tu ich meinen Sohn nicht habe ich bis jetzt nie gemacht und will es auch nicht.
    Aber wie zb mit dem Handgelenk oder Oberarm das ist mir auch passiert zb einfach über die Straße gehen wie bei dir.
    Wenn mich jemand drauf anspricht ignoriere ich denjenigen aber es ist auch nicht sehr einfach da die Kinder von einer Phase in die andere kommen meiner hat derzeit die „coole Mama ist doof und kann sagen was sie will “ Phase
    Das ist die Hölle.
    Gruß Jenny

    1. Auf diese Phase warte ich auch schon ganz begeistert 😀 Ich denke eben einfach, niemand weiß, wie jemand tickt. Und sicher gibt es „böse“ Brüllmamas. Aber eben längst nicht alle – und das mit Schlagen gleichzusetzen ist einfach ein No Go. Ignorieren ist wohl die beste Lösung für doofe Anfeindungen von Fremden. Obwohl es ja oft nicht schlecht wäre, es WÜRDE sich jemand einmischen. Nur trifft es meistens die Falschen.

      Liebe Grüße!

  26. Haĺlo,

    fand den Artikel sehr gut, bis ich auf das Wort „Gutmensch“ stieß. Das ist ein furchtbares Wort, mit dem man andere herabwürdigen und mundtot machen will. Es ist Pegida-Rhetorik. Bitte das nächste Mal mehr reflektieren.

    1. Hey 🙂 Bitte keine Anweisungen geben – schon gar nicht zum Reflektieren! Ich habe dieses Wort sehr bewusst, aber nicht politisch konnotiert, genutzt. Um zynisch genau die zu treffen, die mit dem Finger auf andere zeigen, die nicht den schönen Schein bewahren wollen. Ganz sicher kein Pegida-Zusammenhang.

      Liebe Grüße!

  27. Vielen Dank für dafür. Ich hab 2 kleine Töchter und ich versuche auch erstmal in einem ruhigen Ton mit Ihnen zu reden aber zu 90% klappt es nicht und wenn ich sie angebrüllt habe plagt mich da schlechte Gewissen. Eine zeitlang dachte ich das ich eine schlechte Mutter bin weil mir oft die Nerven durchbrennen.
    Deswegen danke ich dir dafür und weiß jetzt das ich nicht alleine da stehe

  28. Moin

    Toller Artikel. Lebensnah! Wow.

    Ich kann auch laut werden, oh ja. Aber es gibt auch eben einfach diese Situationen, da kannste jetzt nicht auf augenhöhe partnerschaftlich mit Deinem Kind diskutieren. Da heißt es handeln und funktionieren oder vor schlimmen Dingen bewahren. Da wird dann zugegriffen nach dem was in Reichweite ist und da wird man auch laut. Ruhig reden ist schön, mir behagt das auch viel mehr, klar. Aber manchmal ist dann auch schon während der freundlichen Ansprache der Drops gelutscht und das Unglück passiert. Fährt man mit dem Passierten dann in die Klinik, wird man dort von allen Leuten so behandelt, als hätte man das Kind folgenschwer mißhandelt. Nee sorry, dann Schreie ich lieber, wir bleiben alle gesund und freuen uns darüber. Manchmal muss ich einfach schreien, weil ich sie allesamt so lieb hab, die kleinen Rotzlöffel 🙂

  29. Du hast so recht ! Ich hatte eben das Gefühl du redest über mich. Und meine beiden Jungs (ja, 2 Jungs – und sie können mich in den Wahnsinn treiben)
    Diese Ignoranz. Und dann brülle ich. Auch 2x oder 3x
    Und die Jungs? Juckt es null. ..
    Sie machen dann halt. .. aber gestört hat es sie nicht wirklich.

    Ich liebe meine Kinder und bin wirklich manchmal am Limit.
    Und wenn dann noch der überarbeitete von dem Kindern genervte Ehemann nach hause kommt würde ich mich liebend Gerne unter eine Brücke stellen, warten bis der nächste Zug drüber Brettert und einfach mal losschreien. Aber so einfach hat man es nicht.
    Und ich wurde als Kind von meinem Vater viel geschlagen. Meistens auf den popo. Und das War schlimm. Mir War immer lieber ich werde abgebrüllt. Weinte eine runde und es War gut.

    Ich würde mir nie erlauben zu urteilen über jemanden der seinem Kind nen klaps auf die Finger gibt oder es anbrüllt im Einkaufs laden weil es zum 20. Mal quengelt und brüllt weil es das Eis nicht bekommt.
    Nein. Eher Urteile ich über jene, die dem Kind haufenweise puderzucker in den arsch blasen bloss dass das Kind die schnute hält.
    Dass sind dann die Kinder, deren Eltern meinen Jungs auf dem Spielplatz die Eimer wegnehmen aber selbst darf das Kind unser bobby car benutzen und WEHE man traut sich dann was zu sagen. ..

  30. Danke grummelmama. Du sprichst mir, Nein 99 Prozent aller aus der Seele…und dein Text ist so als hätte ich ihn geschrieben. ^^

    Ich vergesse niemals wie ich meiner damals 4. Jährigen hinterher brüllte wie ein Stier als sie im einkaufsmarkt auf den viel befahrenen Parkplatz abhaute und ich wie von der tarantel gestochen hinterher gejagt bin…mit vollen Armen und sie blieb nicht stehen…und mir kommt eine ökobraut entgegen die mich anblaffte nicht so zu schreien….der passte danach kein gut mehr, sag ich dir …

    Nun sind wir fast 3 Jahre weiter und eine Phase jagt die nächste und ist es keine Phase dann ist es bestimmt ein pups…egal was , ich hoffe es ist irgendwann vorbei ..so in 12 Jahren oder so…

    Man ist als Mama nicht die beste Freundin mit der man sich nonstop streiten kann und das sind Grenzen die wir grade austesten…und das nicht immer leise^^

    Danke dir für diese wahren worte!

    Die lasse ich jetzt jeden Lesen, der mir nochmal sagt ich sei zu impulsiv 😉

  31. VielenVielenVielen lieben Dank für Deinen Artikel!!!!! Du sprichst mir so aus der Seele!!! Nach dem Artikel in der Brigitte Mom war ich so fertig und dachte ich sei die schlimmste Mutter der Welt, weil ich meine Kinder anschreie. Aber ich bin einfach nicht der ruhige Charakter, der im sanften Ton seinen Kindern erklären kann, dass es nicht richtig ist die komplette Zahnpastatube mit der Zahnbürste der kleinen Schwester ans Fenster zu schmieren oder sich nach dem Toilettengang absichtlich nicht die beschmierten Hände waschen und viel lieber alles an Mamas Jacke abwischen zu wollen.
    Und ich nehme mir auch jeden Tag vor ruhiger zu werden und weniger zu schimpfen und bis ich dieses Ziel erreicht habe denke ich beruhigt an Deine Worte.
    Viele liebe Grüße,
    ela

  32. Danke, danke, danke!!!
    Ich lese viel in Foren und Blogs und manchmal überkommt mich ein kalter Schauder wenn ich lese, wie mit den Kindern umgegangen wird. Z.B. das xxx (zensiert) (man texte das Kind auf seiner Ebene so lange zu bis es in Trance ist *hust*), immer auf Augenhöhe, immer vernünftig, liebevoll, verständnisvoll, salbungsvoll usw.
    Das mag bei manchen Kindern funktionieren (was für Langweiler!), aber bei vielen auch nicht. „Nein, Kilian-Theodor, Du darfst dem Mädchen nicht die Schaufel auf den Kopf hauen. Ich weiß, Du willst mit der Schaufel hauen, die ist schön und das Mädchen hässlich, das ist für Dich logisch. Und schön ist auch, dass gerade ein Krankenwagen herangebraust kommt mit viel Tatütata, das macht Dir auch Spaß. Achtung, Kilian-Konstantin-Wilhelm, dort ist so viel Blut von dem Mädchen, Du solltest da nicht reintreten. Oh, ja, die rote Farbe auf meiner weißen Seidenbluse sieht schön aus, Du bist ein richtiger Künstler. Natürlich darfst Du Dich ausleben, mein Schatz …“ tbc.
    Ok, das war jetzt etwas biestig und polemisch. Aber da stehe ich wirklich lieber dazu, meinen Mini an der Hand zu packen, eine Entschuldigung einzufordern und sofort den Spielplatzbesuch zu beenden. Punkt.
    Und ganz ehrlich: wenn ich brülle, sind das maximal 10 Sekunden, eher 5. Und selten (sonst nutzt sich der Effekt ab – wobei ich an diese Logik in der erhitzten Situation sicher nicht denke).

    1. Ich lache grad laut 😀 „Achtung, Kilian-Konstantin-Wilhelm, dort ist so viel Blut von dem Mädchen, Du solltest da nicht reintreten“ – solche Erfahrungen kann man hier auf dem Spielplatz echt täglich machen und es TREIBT MICH IN DEN WAHNSINN!!! Danke für diesen großartigen Kommentar! Und ja, wir verstehen uns 😀

  33. Hallo Grummelmama,
    vielen Dank für deinen Artikel, er spricht mir als Mehrfach Mama aus der Seele, natürlich mag man es als Elternteil nicht seine Kinder anmeckern zu müssen, ich versuche auch wenn möglich ruhig zu bleiben, Aber das klappt nicht immer, denn egal was man versucht manchmal ist einfach das Maß voll und man „brüllt“ besonders in gefährlichen Situationen. Wer mir nun sagt nein das ist nicht so, der Lügt, hat keine Kinder oder dem ist einfach alles egal.
    Lieben Gruß
    Petra

  34. Hallo Grummel Mama,
    Ich fand deinen Beitrag echt super und sehr treffend! Ich selbst bin auch keine Gutmensch-Mama! Man versucht ja alles,um seinem Kind ruhig zu vermitteln,warum dieses oder jenes nicht ok ist! Wenn mein Kind ihre Trotzphase hatte,habe ich es ja erstmal mit dem 5-vor-12-Blick versucht,funktionierte aber nicht immer! Dann musste ich dann auch mal lauter werden! Zur Not auch mal mitten im Laden! Mein Gott,was hab ich da für böse Blicke geerntet! Ich glaub,die hätten mich auf der Stelle eingesperrt,wenn sie gekonnt hätten

  35. Oh, dann melde ich mich als abartiger Gutmensch mal zu Wort. Jetzt schäme ich mich ja beinahe, dass ich die Einstellung vertrete, meine Kinder ( ganz normale Kinder, keine abartig braven Schätzchen) nicht anbrülle.
    Bin ich damit in Euren Augen jetzt gesellschaftsfähig oder habe ich mich gänzlich disqualifiziert? Und was ist meinen Kindern? Antiautoritär erzogene Monster, die kein Benehmen an den Tag legen, andere Kinder tyrannisieren und den Lehrern auf der Nase rumtanzen, weil sie eine Mutter haben, die nicht brüllt?

    Nun, nein. Ich habe zwei sehr normale Kinder, die gut erzogen sind und sehr viel höflicher und sozialer auftreten, als so manches angebrüllte Kind. Ich schreib das vorsichtshalber mal dazu, bevor die Armen diskriminiert werden dafür, dass ihre Eltern nicht brüllen.

    Und warum ich nicht brülle? Ganz einfach. Weil ich weiss, wie es ist. Weil ich weiss, wie es sich anfühlt. Weil ich heute, als gestandene Frau, im Berufsleben stehend, verheiratet und mit 2 tollen Kindern immer noch zusammenzucke und es ganz furchtbar finde wenn jemand laut wird. Weil ich es kenne. Meine Mutter hat gebrüllt mit den gleichen Begründungen, die oben geliefert werden. Was sie erreicht hat ? Nun, ich habe in dem Moment gehört, habe bereits als Kind das Vertrauen in sie verloren, was sich auch nie wieder erholt hat und habe mir jahrelang viel zu viel gefallen lassen in allen Lebensbereichen, weil ich einfach wie versteinert war, wenn jemand laut wurde. Wenn das der gewünschte Effekt ist – dann macht mal weiter 😉

    Oben steht von Petra geschrieben : „Wer mir nun sagt nein das ist nicht so, der Lügt, hat keine Kinder oder dem ist einfach alles egal“

    Schade, dass Menschen so vorverurteilt werden. Ich finde es ziemlich diskriminierend, dass man nicht brüllenden Müttern, also quasi mir unterstellt zu lügen oder kein Interesse zu haben – und das nur, weil ich gelernt habe, dass Schreien nichts bringt. Ich habe großes Interesse an meinen Kindern, auch ich werde sauer und auch das merken meine Kinder – aber das geht tatsächlich auch ohne Rumbrüllerei.

    Nun feiert Euch mal weiter dafür, dass Ihr eigentlich die einzig wahren guten Mütter seit, weil Ihr die Wahrheit erkannt habt. Bei so manchem Satz, der da oben geschrieben steht, bleibt mir nur noch den Kopf zu schütteln und mich zu wundern. Oder aber auch, mich über nichts mehr zu wundern.

    1. Liebe Juliana,

      ich sehe, du hast total verstanden, worum es mir in diesem Artikel geht. Nicht. Aber genau das meinte ich ja. Niemand sollte jemanden verurteilen – und genau das tust du doch in deinem Kommentar! Und mit keinem Wort habe ich gesagt, dass man seine Kinder anbrüllen soll, damit sie gut und sinnvoll erzogen werden, oder doch? Worte im Mund herumdrehen ist auch so ein Ding. Ich WILL nicht brüllen. Nicht laut werden. Aber manchmal passiert es eben – und deswegen bin ich keine schlechte Mutter. DAS war meine Aussage. In Bezug auf diesen Artikel in der Brigitte Mom. Was andere in Kommentaren schreiben, sind nicht meine Worte oder meine Meinung, das sollte ich hier nicht extra erwähnen müssen.

      Worum es mir hier einzig und allein ging ist: Schlagen und laut werden sind zwei komplett unterschiedliche Dinge, die niemals, niemals zusammen in einen Topf geworfen werden sollten. Und ich finde Brüllen nicht schlimm. Auch nicht, wenn mich jemand anbrüllt, von dem ich weiß, dass er mich liebt. WENN er mich nicht rund um die Uhr anbrüllt -aber auch DAVON ist hier keine Rede.

      Ich finde es nicht sinnvoll, jetzt hier alles auf die Spitze zu treiben, damit du dich angegriffen und diskriminiert fühlen kannst – denn das ist, sorry, wirklich lächerlich. Weiß gar nicht, wo du das alles rauslesen kannst. Schade, dass du es dennoch krampfhaft versucht und geschafft hast, denn genau das ist es, was ich nicht will:

      Andere Mütter zu verurteilen, die ihre Kinder lieben, gut behandeln und immer nur in Momentaufnahmen erlebt werden. Niemand feiert sich hier. Aber dank dir trotzdem für deinen – wenn auch sehr unnötig verletzt wirkenden – Kommentar.

      Liebe Grüße

      1. Nun, jetzt musste ich aber fast etwas lachen Grummelmama 😉

        Lies Dir doch mal die ganzen Kommentare unter Deinem Artikel durch. Dort wirst Du für Deinen Artikel gefeiert. In Ordnung soweit, dafür kannst Du nichts. Das habe ich aber auch nirgendwo geschrieben. Und ich habe Dich ganz sicher nirgendwo verletzt.

        Ich habe reagiert auf unzählige Kommentare, die unter Deinem Artikel stehen. Ich habe eine Dame, auf dessen Kommentar ich reagiert habe, sogar namentlich genannt.
        Und auf den Kommentar dieser Dame bezog sich meine Aussage mit der Diskriminierung. Und das wäre für Dich sicherlich ganz klar erkennbar gewesen, wenn Du meinen Kommentar ruhig und objektiv gelesen und beurteilt hättest.

        Bevor Du mir also vorwirfst, verletzend zu sein, nimm Dir doch gerade mal die Zeit, lies Deinen Artikel, lies alle Kommentare darunter in einem durch und beurteile dann meinen Kommentar erneut 😉

        Ich kann übrigens verstehen, dass es Dir nicht gefällt, wenn andere Kommentare kommen, als Du erwartest, aber ich bin doch erstaunt, wie emotional und persönlich Du das nimmst und wie leichtfertig Du wiederum hier mit Anschuldigungen hantierst.

        Ich beziehe mich auf deinen Satz :
        Ich finde es nicht sinnvoll, jetzt hier alles auf die Spitze zu treiben, damit du dich angegriffen und diskriminiert fühlen kannst – denn das ist, sorry, wirklich lächerlich. Weiß gar nicht, wo du das alles rauslesen kannst. Schade, dass du es dennoch krampfhaft versucht und geschafft hast, denn genau das ist es, was ich nicht will:
        Aber dank dir trotzdem für deinen – wenn auch sehr unnötig verletzt wirkenden – Kommentar.

        Liebe Grummelmama, Du hast einen Artikel geschrieben und Deine Meinung geäußert, was völlig in Ordnung ist.

        Auf Deinen Artikel kamen Kommentare, die ich persönlich deutlich kränkender und verletztender fand, als meinen. Nur halt in die andere Richtung – nämlich in die Richtung der Mütter, die des Lügens bezichtigt werden oder der Interessenlosigkeit oder der „Nichterziehung“ Ihrer Kinder bezichtigt werden, weil sie nicht brüllen.
        Das sind die Fakten.

        Was Deinen Kommentar angeht und ich meine jetzt nur Deinen. Ich verurteile Dich nicht und ich verletze Dich nicht.
        Du schreibst : „Brüllen ist nicht schlimm“. Das ist Deine Meinung, die darfst Du haben.
        Ich sage: „Brüllen ist schlimm“. Das ist meine Meinung, die darf ich haben.

        Ist meine Meinung nun falsch oder verletztend, weil es nicht Deine Meinung ist?

        Ich habe oben geschrieben, warum ich Brüllen schlimm finde. Weil ich es erlebt habe. Weil ich weiss, wie es für ein Kind ist. Weil ich weiss, was es anrichtet.
        Ich bin erstaunt, dass niemand sagt : „oh Mann, so habe ich das ja noch nie gesehen“

        Jeder will informiert werden über die Nebenwirkungen von Medikamenten, das Für und das Wider beim Impfen, die Verträglichkeit von Nahrung – all das wollen alle akribisch genau wissen. Aber wenn jemand kommt und die „Nebenwirkung“ des Brüllens in den Raum stellt, dann ist das Falsch ?

        Liebe Grummelmama, wenn Du Dich verletzt gefühlt hast, dann tut mir das leid. Auch wenn ich das nicht begründet sehe, war das nicht meine Intention.

        Aber ich gebe zu bedenken, dass es recht gefährlich ist, solche Artikel zu schreiben, wenn man nur Zustimmung und keinen Gegenwind bekommen möchte.
        Ich glaube, hier solltest Du Dir nochmal ein paar Gedanken machen. Ganz besonders darüber, wie Du dann mit Kritik oder anderer Meinung umgehen möchtest 😉

        1. Liebe Juliane,

          ich kann super mit Kritik umgehen! Ich mag es nur nicht, wenn man mir das Wort im Mund herumdreht und nur herausliest, was man verstehen will. Ich habe mich von dir auch gar nicht angegriffen oder verletzt gefühlt! Jetzt echt nicht! Ich habe empfunden, dass DU DICH von meinem Artikel irgendwie angegriffen gefühlt hast – und das wollte ich ja gar nicht! Im Gegenteil versuche ich auf meinem Blog eine Lanze für jede Mutter zu brechen, um einfach mal offen sagen zu können, wie es ihr mit diesem und jenem Thema geht, ohne sich immer schämen oder schlecht fühlen zu müssen, bei all den Ratschlägen und supertheoretischen Pädagogik-Artikeln, die so im Netz kursieren.

          Ich möchte doch Gegenwind bekommen – und ehrlich gesagt hätte ich mit viel, viel mehr Gegenwind gerechnet. Ich habe deinen Kommentar doch freigeschaltet, oder? Das hätte ich ja auch lassen können. Habe ich aber nicht, weil ich ALLE Seiten hier haben möchte. Das Ding ist einfach, dass ich dich nicht kenne. Und du mich schon mehr, weil du meine Meinungen aus meinen Blogposts erlesen kannst. Was ja auch mein Wunsch ist, sonst würde ich hier nicht bloggen.

          Ich finde solche Diskussionen wie hier mit dir sogar sehr interessant, weil es einfach so vielschichtige Ansichten zu dieser Sache gibt. Ich kann nicht auf jeden Kommentar hier eingehen, da dieser Artikel sich gruseligerweise total verselbstständigt hat… (AAAAAAAAH) Aber ich gebe dir total Recht in der Sache, dass es überhaupt nicht ok ist, Mütter, die sagen, dass sie nie laut werden (müssen), lügen. Das ist ja Unsinn. Es gibt solche und solche Menschen. Und klar, es mag jemand gut oder scheiße finden, dass ich ein sehr aufbrausender Mensch bin – schon immer war – und meinen Emotionen immer recht impulsiv Luft mache. In beide Richtungen. Glaub mir, dass ich da jeden Tag dran arbeite, da ich das selbst nicht gut finde. Ich wäre sehr gerne relaxed und ruhig. Wie du wahrscheinlich… Das bin ich aber nicht. Aber deswegen liebe ich a) meine Kinder nicht weniger und b) misshandele ich sie dadurch nicht. Ich habe sogar das Gefühl, dass sie einfach lernen, dass man mit Dingen einfach so umgehen muss, wie es das eigene Naturell einem vorgibt. Und dabei gibt es natürlich deutliche Grenzen. Körperliche. Seelische. Nur, weil ich laut werde, heißt es ja nicht, dass ich bösartig werde. Oder verletztend. Oder von oben herab. DAS kann ich nämlich auch. Aber dabei schreie ich nie 😉

          Ich freue mich sehr, dass du nochmal geantwortet hast. Ich will nicht, dass du mir jetzt Recht gibst oder so – ich denke nur, dass wir etwas aneinander vorbeigeredet haben, was ich schade finde. Ich habe mich nicht angegriffen gefühlt. Nur falsch verstanden. Aber so ist das eben mit dem Geschriebenen…

          1. Ich denke, der wesentliche Faktor war, dass ich mich mehr auf die Kommentare der anderen bezog (welche teilweise wirklich unterirdisch waren), während Du den Eindruck hattest, dass ich mich ausschließlich auf Dich beziehe.

            Es ist schön, dass wir das klären konnten.
            Was mir aber auffällt in den Kommentaren ( der anderen) : Merkst Du auch diese Abscheu und Wut, die da teilweise durchklingt? Hast Du mal gezählt, wie oft sehr abfällig über „diese Gutmenschen“ gesprochen wurde?

            Ich finde es fasznierend und zeitgleich aber auch extrem engstirnig und selbstgerecht, dass diese Kommentatoren offenbar nicht in der Lage sind anzuerkennen, dass „nicht brüllen“ nicht automatisch „nicht erziehen“ bedeutet.
            Warum in aller Welt wird hier von scheinheiligen Gutmenschen gesprochen? Da muss man sich ja fragen, ob die Leute wirklich ein Problem mit brüllenden Müttern haben, ich habe das Gefühl, die Menschen haben deutlich mehr Probleme und Vorurteile gegen nicht brüllende Mütter.

            Daher nochmal als Zusammenfassung für alle :

            „Nichtbrüller“ sind keine scheinheiligen Gutmenschen sondern haben für sich einfach andere Wege gefunden, mit ihren Kindern umzugehen. Trotz (oder auch wegen )meiner Einstellung zum Thema Kinder anschreien sind meine Töchter durchaus gut erzogen, bekommen ganz selbstverständlich ihre Grenzen gesetzt, ich habe keine Angst, ihnen Dinge zu verbieten und nein, ich habe sie auch noch nie vor ein Auto laufen lassen.

            Was ich mir also wünsche von so einigen anderen Kommentatoren, wäre ein bisschen Objektivität, ein bisschen mehr von der Toleranz, die ihr so laut einfordert und ein etwas differenzierteres Denken.

            Vielleicht wäre Dir das mal einen Extra Artikel wert liebe Grummelmama 😉

          2. Liebe Juliana,

            du hast Recht, wahrscheinlich war das unser Kommunikations-Problem. Und wie gesagt, für die anderen Kommentare bin ich nicht zuständig, ich schalte nur frei, damit alle Seiten der Sache auch zu Wort kommen. Tatsächlich gibt es nur sehr wenige, die mir quasi nicht zustimmen, was ich echt seltsam finde, aber ich schalte wirklich jeden Kommentar frei, der ordentlich kommuniziert.

            Die Abscheu und Wut in vielen Kommentaren sehe ich auch. Ich denke, oft sind da wirklich stark verletzte Gefühle mit im Spiel von Menschen, die ich nicht kenne. Ich hätte dieses „Gutmenschen“-Wort vielleicht nicht so platzieren sollen, denn so, wie es hier oft genutzt wird, meinte ich das gar nicht. Ich meinte damit eigentlich nicht diejenigen, die ihre Kinder ruhig und entspannt erziehen (können), sondern alle, die sich das Recht herausnehmen, über andere, fremde Menschen zu urteilen. Und mit alle meine ich wirklich alle. Denn sowas mag ich nicht.

            Nicht brüllen ist für mich Stärke, etwas, wofür ich dich und die anderen Mütter wirklich beneide. Ich bin in vielen Situationen im Leben zu emotional. Ich heule, wenn zu arg diskutiert wird, ich werde laut, wenn ich sauer bin. Ich bin oft einfach immer „zu viel ich“. Aber „nicht brüllen“ und „nicht erziehen“ sind nun wirklich zwei komplett unterschiedliche Dinge. Das sehe ich auch so wie du.

            Toleranz ist das wichtigste überhaupt. Von allen Seiten. Aber darum geht es bei mir doch in so vielen Blogposts. Finde ich. Weil mir das sehr wichtig ist und man da leider in der Mommywars-Welt sehr selten drauf stößt.

            Ganz liebe Grüße und danke für unser Gespräch hier 😉

    2. Danke Juliana für deine Worte!
      Mir geht es genauso wie dir. Ich habe meine Kinder früher auch ab und zu angebrüllt, mit dem Ergebnis, dass nix besser wurde, nur schlimmer – langfristig überlegt. Natürlich kann man mit Rumgebrülle ein Kind dazu bringen, zu parieren. Aber ich finde, den Preis den man später bezahlt, ist hoch. Und ja, auch ich schütze meine Kinder vor Autos! Aber Anbrüllen kommt nicht mehr in Frage!

      1. Hier geht es ja nicht ums Parieren oder darum, das Brüllen als Erziehungsmethode zu etablieren! Hier geht es daraum, dass man als Mutter kein Roboter ist und es eben Mütter gibt, die manchmal an ihre Grenzen stoßen, lauter werden oder eben „temperamentvoller“ sind als andere. Wenn ich das lassen könnte, würde ich es lassen. Glaub mir das. Aber ich bin jetzt 35 und bin eben so. Schon immer gewesen. Vielleicht liegt es am italienischen Blut in meinen Adern… Weißt du, was ich meine? Ich spreche mit meinen Kindern auch auf Augenhöhe. So gut wie immer! Und auch alle anderen Mamas, die hier kommentieren. Es geht doch nur darum zu verdeutlichen, dass Anbrüllen (so doof und sinnlos es auch sein mag) nicht mit körperlicher (oder seelischer) Gewalt gleichgesetzt werden soll. Denn das ist es wirklich nicht. Sowas ist unfair den Kindern gegenüber, die wirklich schlecht und bösartig behandelt werden auf dieser Welt. 🙁

        Liebe Grüße

    3. Wow. Ganz großes Kino 😉

      Sei doch stolz darauf dass du es so toll hin bekommst.
      Dann bist du einiger der wenigen. Ich finde es klasse, würde dich aber niemals verurteilen deswegen, trotzdem stelle ich mich auf die andere Seite, da es mir selbst auch nicht besser geht. ICH bekomme es auch einfach nicht besser hin.

      Dennoch finde ich Brüllen und Schlagen zwei verschiedene Dinge.
      Ich habe beides in meinem Leben kennengelernt und finde Brüllen immernoch besser, als die Hand zu heben oder den Kochlöffel zu benutzen.

      Das Anbrüllen hat mir nicht geschadet, die Schläge schon, aber was solls, ich habe es überlebt und liebe meine Eltern trotzdem.

  36. Du bist toll-Danke für deine offenen Worte. Es ist schön, mal etwas ohne Schön-Wetter-Filter zu lesen. Alles Liebe für dich und deine Mäuse!

  37. Genau das geht mir auch immer durch den Kopf, wenn ich solche Beiträge lese! Ich denke dann immer, haben die eigentlich selber Kinder, die so eine Anprangerung von sich geben? Ich würde auch lieber ohne Brüllen, aber bei kleinen und großen Trotzköpfen kommt man ja leider manchmal nicht anders durch Und hinterher fühlt man sich schlecht, weil man wieder mal „explodiert“ ist!
    Danke, Du sprichst mir aus dem Herzen!

    Liebe Grüße, Bine

  38. Jawoll!Sehr schön!Bin ich ja mal froh dass Ich nicht die einzige Mama bin der dass auf den Sack geht!Hör mir auf mit diesen Eltern die sich nicht zu schimpfen trauen,aus Angst vor den scheinheiligen“Gutmenschen“.Ich bin streng,aber im selben Maße überschütte ich meine Kinder auch mit Liebe.Das funktioniert so gut,dass es so gut wie nie Aussetzer oder großartige Diskussionen gibt.Jeder respektiert jeden und spricht über Probleme.Das war natürlich nicht von Geburt an so,sondern musste zwischendurch immer wieder durch“schreien“von mir untermauert werden.Kein Mensch erzieht Kinder durch ständiges Honig ums Maul schmieren…KEINER!
    Danke für deinen ehrlichen Beitrag
    Lg Sabine

  39. Hallo, ich melde mich hier als dreifach Oma und Mama von zwei erwachsenen Töchtern.
    Dieser Blogeintrag hat mich sowas von glücklich gemacht. Es gibt doch noch Hoffung auf Kinder, die nicht verweichtlicht und vor allem beschützt werden. Kinder die verstehen, dass Mama auch nur ein Mensch ist, die weinen, schreien und auch mal fest zupacken darf und kann. Mal richtig auf den Putz hauen um sich dann wieder lieb zu haben —— das ist es. Danke Grummelmama

  40. Ich kann dich so verstehen!
    Du sprichst mir aus der Seele.
    Man darf sich noch anhören, man soll den Urlaub nutzen um entspannter zu werden, weil man dem Kind nach dem fünften Mal in vernünftiger Lautstärke dann doch lautstark klar macht, dass es Schuhe anziehen soll, damit man pünktlich zum Schwimmkurs kommt.
    Im nächsten Moment ist man aber zu locker, weil man von den beiden „Großen“ nicht verlang, an der Hand über die Ampel zu gehen, während man den Jüngsten im Kinderwagen schiebt… Woaaaa!
    Es ist nunmal so. Wenn man selbstbewusste Kinder hat, auf die man sich in 98% im Straßenverkehr verlassen kann, darf man Freiheiten geben. Nutzen sie diese unnötig aus, muss man auch von weiten mal losbellen bis man die Kids zurückgepfiffen hat

  41. Danke, Danke,Danke.
    Ich würde dich jetzt gerne in den Arm nehmen, weil es endlich mal einer offen ausspricht und ich froh bin das es auch noch andere „normale“ Mütter gibt. Fühl dich einfach virtuell gedrückt. Du sprichst mir einfach aus der Seele. Ich find BRÜLLEN auch Scheiße und ja ich tue es trotzdem immer wieder und nein mir gefällt es auch nicht! Aber ich bin auch nur ein Mensch und manchmal weiß ich auch nicht weiter und es ist das einzig was hilft.

    Viele liebe Grüße,
    Nina

  42. Du sprichst mir aus der Seele! Genau wie du habe ich Temperament und manchmal einen sehr dünnen Geduldsfaden! Und trotzdem liebe ich meine beiden Jungs über alles.

    Danke für deine offenen Worte!!!
    Katrin

  43. Endlich jemand der es auf den Punkt trifft!!!! Als ein Sohn noch zwei Jahre alt war ist er immer im Bus (im Buggy) rumgeturnt und wollte trotz mehrmaliger freundlicher Ermahnung nicht sitzen bleiben. Ich hatte echt Angst dass es ihn nach vorne schleudert. Dann hab ich ihm im lauten kräftigen Ton gesagt dass er jetzt sofort aufhören will da ich sonst richtig fuchsteufelswild werde. Ja was glaubt ihr was da los war. Sofort kamen die ganzen Proteste der älteren Damen und unverständliches Kopfschütteln. Am liebsten hätte ich denne mein Kind in die Hand gedrückt und wäre ausgestiegen. Damit Sie selbst mal sehen wie schwer es ist heutzutage Kinder mit ruhigem Ton und Freundlichkeit zu erziehen. Ich finde sogar einen Klaps nicht schlimm. Wenn mein Kind zu mehrmals in Richtung Herd gelangt hat hat auch kein gutes Zureden geholfen. Erst ein leichter Klatsch auf die Hand. Aber ich betone wirklich nur ganz leicht!! Er hat nicht geweint, nur ganz entsetzt geschaut und dann hat er aber aufgehört damit. Man sollte wirklich etwas einführen wo sich eine gewisse zeitlang so Gutmenschen um solche Kinder kümmern müssen. Betreuungszeiten ähnlich wie Kindergarten. Vielleicht können Sie es erst dann verstehen bzw nachvollziehen!!

    1. Liebe Grummelmama,
      meine 1. Antwort habe ich sehr impulsiv geschrieben, da ich wirklich empfand, dass Dein Artikel mir aus der Seele spricht.
      Meine 3 Jungs sind manchmal so in ihrem „Film“ vor allem alle 3 auf einem Haufen, dass sie mich in einem normalen Gesprächston definitiv nicht wahrnehmen. Da ich hier aber den Laden am Laufen halte und versuche alle ihre unterschiedlichen Bedürfnisse und (leider auch) Verpflichtungen unter einen Hut zu bringen, will ich natürlich extrem oft am Tag etwas von ihnen, d.h. abwechselnd von dem einen oder anderen. Berühren beim Ansprechen hilft natürlich oder irgendetwas mamaungewöhnliches tun, aber so ruhig, nervenstark, ausgeglichen und kreativ bin ich nun mal nicht immer. Das ist ja auch, das was Du schreibst.
      Allerdings habe ich jetzt gerade erstmalig den Artikel von Till Raether gelesen und würde ihn auch viel differenzierter betrachten wollen.
      Nun dass Schreien wie Schlagen ist, würde ich so pauschal nicht unterschreiben. Wobei er ja selbst schreibt, dass die Frequenz (Anzahl) vielleicht entscheidend sein könnte. Trotzdem: In dem Artikel wird die Aussage in ihrer Pauschalität dann leider durch die gefettete Subline untermauert.
      Aber im Grunde stellt er als Autor lediglich mehrere Forschungsergebnisse oder Therapeuten-Statements da und schildert von seinen eigenen Erlebnissen und wie er an sich arbeiten möchte.
      Und wo Herr Raether mir nun wiederum aus der Seele geschrieben hat, ist dass man sich nach dem Anbrüllen schlecht fühlt; auch körperlich.
      Dass man Situationen auch anders lösen und auch Grenzen anders setzten kann, würde ich aus eigener Erfahrung unterstützen. Außerdem fühle ich mich dann 1000 Mal besser, aber – wie Du schon schreibst – auch eine Mami ist ein Mensch und es gibt viele Bedürfnisse, Charaktere, Stimmungen, u.s.w. unter einen Hut zu bringen, was dann mal oder auch öfter mal nicht gelingt.
      Sehr wiedergefunden habe ich mich nun in Till Raethers Beschreibung der „Ab-zur-Schule-Situation“ und tatsächlich, wenn man es schafft in einer solchen Situation einen Schritt zurück zutreten, läuft`s für alle optimal. Ich finde es müssen ja gar nicht so gefährliche Situationen sein, wie das Kind läuft durch parkende Autos auf die 4-spurige Straße. Das sind ja Gefahrensituationen, in denen sicherlich auch eine Menge Adrenalin im Spiel ist. Aber dies sind doch vielleicht nicht die einzigen Situationen, in denen Mamis oder Papis brüllen.
      So lange Rede, gar kein Sinn … (-;.
      Das sollte jetzt vielleicht nur allgemein ein Plädoyer für mehr Differenzierung und weniger Polarisierung/Pauschalisierung sein – auch in Bezug meines 1. impulsiven Kommentares!

      Ich werde weiterhin versuchen an mir zu arbeiten und mein Bestes zu geben, aber ich werde bestimmt auch noch das eine oder andere Mal brüllen. In diesem Sinne: Danke für die Gedankenanstöße, die ich jetzt wieder habe!

      Liebe Grüße
      Inkerie

      P.S. Was mich beim Lesen der Kommentare noch beschäftigt hat: Was ist denn eigentlich ein „Gutmensch“?

      1. Ich schon wieder (-:.
        Nur was zum Nachdenken: Habe das Thema gerade mit meinem Elfjährigen besprochen. Er findet, schreien ist wie schlagen.
        Nun wurde er noch nie geschlagen. Aber trotzdem …

  44. Nebenbei: Die brüllen doch auch …. Und machen sich da keine großen Gedanken drüber, was sie in der armen, verletzlichen Elternseele anrichten.

      1. ach, komm – das hast du doch alles in meinem 4-kidsschuhkartonhäusschen ausgespäht, um dann diesen höchst amüsanten und WAHREN! beitrag zu verfassen 😉

        also ich brauche hier garnix brüllen, außer DANKE!!!!! und knuddeldichdolledafür!!
        glg katja

  45. Einfach nur klasse. Endlich sagt es mal jemand in der Öffentlichkeit. Man darf ja nicht mal mehr nein zum Kind sagen. Das ist schon Misshandlung der Kinderseele.
    Hoffentlich wird der Hype der Übermütter, Stillmafia, Tragetuchfanatiker & Co. bald wieder von einer Welle der Realität abgelöst und Menschen dürfen in der Öffentlichkeit wieder Menschen sein. Man scheint nicht zu verstehen, dass Kindererziehung nicht schwarz oder weiß ist, Kinder nicht in ein Schema passen. Jeder Familie geht ihren persönlichen eigenen Weg zum Glücklichsein.

  46. Super toller Artikel!!!! – Danke dafür!

    Es gibt allerdings auch eine „Gefahr“ beim Brüllen – nämlich, dass es zur Gewohnheit wird und schleichend immer öfter eingesetzt wird und der geliebte Nachwuchs sich dann daran gewöhnt 😉
    Dann nutzt das Gebrülle NICHTS und es reibt alle auf und die Spirale wird immer enger….

    Mir hat das Video von Wilfried Brüning zum Thema Kindererziehung – WEGE AUS DER BRÜLLFALLE sehr geholfen damals….

    Ich bin Mami von 5 Kindern – und die Jüngsten werden sehr viel seltener angebrüllt als die bereits erwachsenen Geschwister damals 😉
    Das liegt sicher an der Erfahrung, die Frau als Mami sammelt, am Alter (man wird ja wohl weiser mit den Jahren ;-), an der eigenen persönlichen Entwicklung und aus meiner Sicht auch ganz sicher am Umgang mit sich selbst!
    Ja, denn wenn ich mich selbst lieb habe und gut für mich sorge, komme ich auch sehr viel seltener in stressige und überfordernde Situationen.
    ….. und ich habe gelernt, dass meine Kinder das sehr gut verstehen, wenn ich authentisch bin und ihnen sage, wie es mir gerade geht … und vielleicht auch warum….
    Je nachdem ob es passt und wie alt die Kleinen sind.

  47. Danke fuer diesen schoenen Artikel. Ich gehoere auch zu den Muettern, die hin und wieder sich mit Gebruell Luft machen muessen.

    Warum laut aber immer gleich schlimmer ist als leise? Meine Mutter war auch eher der verbale Explosionstyp, waehrend mein Vater ganz, ganz still geworden ist und uns auf eine bestimmte Art leise (verbal) zurecht gewiesen hat. Das hat ganz genau so gewirkt.

  48. Pingback: Let it be | Super Mom Blog | Mama Blog von einer Mutter die noch Frau ist
  49. lasse doch gucken. ich ignoriere solche übermütter schon länger. meine tochter weiß, dass sie von beiden eltern geliebt wird, in jeder sekunde des tages! auch wenn´s mal laut wird oder ich sie zu ihrem eigenen schutz mal härter anfassen muss. mit einer knapp 3 jährigen mache ich da keine diskussionsrunde auf, für die erziehung sind wir eltern zuständig, nicht das kind. allerdings erklären wir ihr hinterher auch, warum wir so reagiert haben (zb xy, das ist gefährlich, wenn du an der straße einfach losrennst). am allerschlimmsten ist es aber, wenn mama nix mehr sagt – dann bin ich nämlich derart wütend, dass ich niemals so laut schreien könnte, wie es meinem innerem gemütszustand entspräche. sie weiß dann sofort: jetzt hab ich echt mist gemacht und ist ganz lieb zu mir und hilft, ihren murks wieder zu richten. kam bisher 2x vor, leider.
    ich wäre auch lieber weniger gestresst vom alltag (kann sie ja meistens nix für) und gaaaanz tiefenentspannt in jeder situation – bin ich aber nicht. dafür bin ich im umgang mit meiner tochter liebevoll und streng zugleich, es gibt regeln und die werden eingehalten – da gibt es keine diskussion. so weiß meine tochter aber auch gleich, wie sie sich in bestimmten situationen verhalten sollte, das gibt ihr sicherheit, das merkt man auch.
    also mamas: hört auf euren instikt und liebt eure kinder, sie verzeihen auch einen brüll, wenn sie wissen, dass nach dem gewitter ganz sicher sonnenschein folgt 🙂

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