Eltern und Kinder ·Erziehung ·Gesellschaft und Politik

Vielen Dank an alle Erzieherinnen und Erzieher! Ihr seid die Besten!

Noch eine Woche und dann sind drei Wochen Kindergarten-Ferien. Dann dürfen die Erzieher und Erzieherinnen endlich in ihren wohlverdienten Sommerurlaub starten. Noch eine Woche sind sie für das Mäuschen da und auch die Maus darf als Besuchskind zu ihren geliebten ErzieherInnen zurück. Noch eine Woche, dann ist das aktuelle Kindergartenjahr vorbei. Deswegen habe ich meinen Blog hervorgekramt, den Staub heruntergepustet und auf „Beitrag erstellen“ gedrückt!

Erzieher Danke
Quelle: pixabay.de

Danke an euch alle!

Wer mir auf Snapchat und Twitter folgt, weiß, dass ich in den letzten Wochen und Monaten viel im Kindergarten mitgeholfen habe, oft als Freiwillige backte, Salate machte, auf- und abbaute und an vielen wichtigen Festen teilnahm. Ich durfte mit den neuen Erstklässlern im Kindergarten übernachten und ich feierte mit den Erziehern und Erzieherinnen ein Grilllfest. Ich sah beim Sommerfest die leuchtenden Augen meiner Kinder und erlebte, wie eng alle miteinander zusammen ihren Alltag gestalteten. Und ich will ein fettes, lautes und von Herzen kommendes DANKE an all unsere ErzieherInnen raushauen. An alle Erzieherinnen und Erzieher, die wieder ein Jahr lang unsere Kinder mitbegleitet haben, ihnen Dinge beibrachten, mit ihnen lachten und sie trösteten. Ihr seid die Besten!

Eltern meckern zu viel, oder?

Natürlich gibt es hin und wieder Momente, in denen man sich als Mutter oder Vater aufregt.
Wenn man das eigene Kind abholt und es nicht die Jacke oder Mütze anhat, die man ihm selbst angezogen hätte. Wenn man glaubt, dass die Wetter- oder Temperaturenlage falsch eingeschätzt wurde.
Wenn man das braune Matschwasser aus dem Gummistiefel wie aus einer übervollen Vase schütten kann.
Wenn nur noch ein Schuh da ist. Wenn das Loch im neuen Kleid größer als der Halsauschnitt ist.
Wenn die Klamotten im ganzen Kinderhaus verteilt und durch Matsch kaum noch zu erkennen sind.
Und manchmal hat man dann sowieso einen miesen Tag und meckert deswegen die falschen Menschen an. Wir Eltern sind oft anstrengend, oder? Aber durch die letzten Wochen und Monate lernte ich viel Internes kennen. Merkte, wie viel Herzblut und Arbeit dahintersteckt, wenn man sich um über 60 Kinder kümmern muss.

Kümmern und liebhaben, unterstützen und wachsen lassen

Liebe Erzieher und Erzieherinnen, es ist eine unglaubliche Arbeit, die ihr da leistet. Ihr tröstet und muntert auf, ihr begleitet und beschützt, ihr helft und lasst sie selbstständig sein, ihr spornt an, füttert sie mit Ideen und stärkt ihr Selbstbewusstsein, ihr ermutigt sie, ihrer Kreativität, ihrem Wissendurst und ihrer Neugier freien Lauf zu lassen. Ihr seid immer da. Wenn es euch selbst nicht so gut geht, schluckt ihr das unter. Wenn ihr selbst müde und traurig seid, lasst ihr das nicht an den Kindern aus. Ihr gebt wirklich alles für „eure“ Kinder. Und oft so viel mehr, als ihr müsstet. Ihr wollt immer mehr als 100%ig für unsere Kinder da sein und das merkt man in allem, was am Tag passiert. Wenn ich an Festen oder Feiern mithalf, kam immer jemand von euch zu mir und sprach über das Mäuschen, erzählte lustige Anekdoten oder lachte liebevoll über kleine Marotten. Fragte mich nach der Maus und interessierte sich für ihr erstes Schuljahr. Ihr hättet das nicht tun müssen. Aber ihr tatet es, weil es euch wichtig war, weil ihr gerne tut, was ihr tut und weil euch die Kinder wirklich am Herzen liegen.

Erzieher sind wirklich wichtig und wertvoll

Durch diverse Streiks und Tarifverhandlungen wurde das Berufsbild mal wieder aufs Neue diskutiert. Es wurde überlegt, was geleistet wird und was es wert sein sollte, ebendiese Leistung zu bringen. Viele waren genervt von den häufigen Schließtagen, bei vielen war das Verständnis aufgebraucht. Dabei ist es so wichtig, im Gespräch zu bleiben, hinter den Menschen zu stehen, die all das für unsere Kinder tun. Jeder sollte sich ab und zu mal die Zeit nehmen, um hinter die Kulissen zu blicken. In den paar Minuten beim Bringen und Abholen wird einem oft die ganze Tragweite dessen gar nicht klar, was die Männer und Frauen in Kindergärten und Kitas so leisten. Klar ist es ihr Job. Aber wir Eltern wissen doch, was das für ein Job ist. Wir Eltern sind oft an unseren Grenzen mit nur 1, 2, 3 oder 4 Kindern. Wir wissen, wie laut, anstrengend und kräftezehrend so ein Tag mit Kindern sein kann. Und auch wenn das ihr Job ist, sie dafür bezahlt werden und mehr oder weniger wussten, worauf sie sich einlassen – so sollten wir echt anerkennen, was da jeden Tag passiert. ICH jedenfalls habe unglaublichen Respekt davor!

Es müssen keine Geschenke sein, aber…

… wenn ihr zufrieden mit dem Kindergarten oder der Kita seid, in die ihr eure Kinder jeden Tag bringt, dann sagt das auch. Sagt einfach mal „Danke für alles“ an die Lieblingserzieherin oder den liebsten Erzieher eures Kindes. Menschen, die kleine Menschen so begleiten, sei es im Kindergarten oder in der Schule, sind es wert, dass man sie sieht und würdigt. Denn Butter bei die pädagogisch wertvollen Fische: Wer mal mit einem dutzend Bald-Erstklässern in einem Kindergarten übernachtet hat, der weiß wirklich, was das für eine Arbeit ist! Und ich bin unglaublich froh, dass es genug Menschen gibt, die diese Arbeit Tag für Tag machen. Freiwillig! Also seid lieb zu diesen Männern und Frauen und steht hinter ihnen, sonst haben sie irgendwann keine Lust mehr darauf und dann gucken wir alle ganz schön blöd aus der Wäsche!

 

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