Eltern und Kinder

Ich liebe meine Kinder – aber ich kann sie grad nicht leiden!

Ich habe mich dazu entschlossen, mein Schweigen zu brechen und euch die offene, schonungslose und ungeschmückte Wahrheit zu erzählen. Über mich. Und das momentane Zusammenleben mit zwei Wachstumsbiestern, die meinen Alltag in ein Wechselbad der Gefühle verwandeln. Welche Gefühle? Genervtheit, Stress, Wahnsinn – habe ich Genervtheit schon erwähnt? Aber lasst mich von Anfang an erzählen.

angry-152486_1280
Quelle: Pixabay

Einst hatte ich eine bezaubernde 5-Jährige, die höflich und bescheiden am Tisch saß, gute Manieren hatte, mit der man prima reden und diskutieren konnte und die gerne mit Lego, Playmobil und Barbies spielte. Sie hatte eine kleine Schwester, gerade 2 Jahre alt, die trotz des Temperaments einer kleinen Rothaarigen ganz niedlich und zum Knutschen war, morgens lange schlief und einen mit ihrer drolligen Altgescheitheit immer um den Finger wickeln konnte. Gerne erinnere ich mich daran zurück, wie ich mit diesen beiden reizenden Kindern einkaufen ging und Spaß dabei hatte; wie wir zusammen malten und spielten; wie wir zusammen aßen, lachten und Quatsch machten. Ich will nicht verklärt behaupten, alles wäre rosarot mit Zuckerguss gewesen. Sicherlich gab es Streits zwischen den süßen Kindern und ganz bestimmt waren wir ausgeglichenen Eltern auch hin und wieder froh, wenn sie endlich friedlich schlummernd in ihren Bettchen lagen. Doch alles in allem war alles gut. Bis…

… ja, bis sich eines Tages alles ändern sollte. Wahrscheinlich war es ein schleichender Prozess, der sich durch die Freude auf den nahenden Frühling, den sechsten Geburtstag der Großen und durch manch andere Veränderung in unserem Leben heimlich, still und leise an uns heranpirschen konnte; mit einem kehlingen Knurren im Hals. Und mit gewetzten Krallen. Vielleicht hätten wir ihn kommen sehen können. Und eines Tages, als man es nicht mehr ignorieren konnte, sprang er uns kreischend an die Kehle.
Gut. Vielleicht mag das nun etwas überspitzt und hochdramatisch dargestellt klingen, aber ich mache keine Scherze. HABE ICH JEMALS SCHERZE GEMACHT? Ihr habt Babys, die nicht schlafen wollen? Zahnen? Zeitumstellungsprobleme? Ihr habt Trotzphasen-Kinder? Alles Pipikram.

 

Der schleichende, knurrende Prozess mit gewetzten Krallen machte innerhalb kürzester Zeit aus meinen bezaubernden Engelchen Biester vom Allerfeinsten.

 

Die mittlerweile 6-Jährige hört nicht zu, langweilt sich, ist streitlustig ohne Ende, lebt in ihrer eigenen Welt, in der Stimmen von Mitbewohnern über 6 nicht in ihr Bewusstsein dringen. Ihre Spielsachen sind alle doof. Malen ist doof. Basteln ist doof. Im Garten sein ist doof. Eigentlich ist alles doof, was sie darf – und wenn sie dann was darf, was sie vorher nicht durfte, ist das auch nach 2 Minuten doof. Nur ihre gelangweilten, streitlustigen Freundinnen, die sind nicht doof. Zudem brechen Verhaltensweisen aus der Steinzeit wieder durch, so dass es mir in manchen Momenten schwer möglich ist zu entscheiden, wer vernünftiger ist: Sie oder ihre kleine Schwester?
Die mittlerweile 2,5-Jährige hat ihre drollige Trotzphase erfolgreich hinter sich gebracht – um mit beiden auf den Boden stampfenden Beinchen voll in die Kotz-Phase zu brettern. Sie brüllt, wirft sich auf den Boden, kreischt, heult bei jedem Anlass (gerne auch ohne), spuckt und verhält sich wie ein Klischee-Kleinkind, vor dem einen die eigenen Eltern warnten (woher kennen die sowas? Seltsam). Zudem weigert sie sich strikt, auf ihre Windel zu verzichten – und unterstreicht diesen Streik olfaktorisch damit, dass sie jeden Morgen wie ein kleines, durchgedrehtes Uhrwerk zwischen 6:30 und 7:00 Uhr ein Protestwürstchen in die Windel zaubert und dann „Es is schon hellllllll!“ brüllend durch die Festungsanlange Wohnung rennt, bis auch alle wach sind.

Und weil das alleine dem schleichenden Prozessarschloch noch nicht genug war, ist hier der 30-jährige Geschwisterkrieg ausgebrochen, in dem keine Vermittlung mehr möglich ist. Beide Biester sind nur noch damit beschäftigt, entweder dem jeweils anderen Biest etwas zu klauen, eigene Spielsachen in Sicherheit (sprich: unauffindbar für alle nach 2 Minuten) zu bringen oder sich brüllend und keifend hinterherzurennen.

 

Zudem habe ich immer mehr das Gefühl, dass nicht nur JEDE EINZELNE Erziehung in den letzten Jahren bei beiden Kindern verlorengegangen ist, es ist auch absolut UNMÖGLICH, sie neu zu erziehen.

 

Zum 265784. Mal sitzt das Mini-Biest auf Maxi-Biests Hochbett und spielt, statt Mittagsschlaf zu machen. Zum 4638595. Mal rennt das Maxi-Biest in der Stadt (mit dem Hirn in der eigenen Welt) irgendwohin, statt zu gucken, dass ihre Herde in der Nähe ist, die sie nicht verlieren sollte. Autos? Fremde Menschen? Egal. Da waren lila Blumen. Viel wichtiger. Ich meine, hey, LILA BLUMEN! Da kann man schon vergessen, dass die komische Frau, die mit in der Wohnung wohnt, gerade vor 2 Minuten erst den obligatorischen „Renn nicht weg, guck wo wir sind, bleib in der Nähe, guck nach Autos“-Vortrag gehalten hat.

Und das Schlimmste? Ich kann meine eigene Stimme nicht mehr hören. Ich mag nicht mehr schimpfen. Ermahnen. Auszeiten verteilen. Vorträge halten. Dazu ist mir dieser Job echt zu mies bezahlt. Ich möchte eine stille Treppe in einem stillen Haus bauen, auf der die beiden Biester zusammen mit dem schleichenden Prozessdrecksack sitzen, bis sie wieder meine bezaubernden Engelchen sind.

P.S.: Wer jetzt mit „Warte,  bis die in die Pubertät kommen“ kommt, den verfluche ich bis in alle Ewigkeit. Und es wird ein schlimmer Fluch. Und vielleicht erkennt man ihn nicht direkt. Vielleicht schleicht er sich an. Bis er eines Tages…. Wir verstehen uns?

67 Gedanken zu „Ich liebe meine Kinder – aber ich kann sie grad nicht leiden!

  1. Oh du Arme, fühl dich mal gedrückt. ich hab ja auch zwei Mädels 4 und 2. Die kleine ist noch einigermaßen verträglich, abgesehen von den Trotzanfällen in Supermärkten oder wenn sie irgendetwas haben will, was gerade die große Schwester hat. Beide haben ein ziemlich lautes Organ und bei der gerade 4-Gewordenen kann ich auch ermahnen und ermahnen. Z.B. gestern: „Du springst nicht in die Pfütze ohne Gummistiefel“ – Denkste! Jetzt erst recht!… ich kann morgens 10 mal sagen „Zieh dir jetzt die Schuhe an, wir müssen in den Kindergarten!“ – ich muss erst drohen damit sie es macht oder wieder selbst Hand anlegen. Ich schiebe es mal auf die Zeitumstellung. Die macht uns doch allen irgendwie zu schaffen… und die ständigen Temperatur-Schwankungen. Ich mag den Frühling nicht nicht. Dann wieder alle verschnupft. Bin auch ziemlich genervt. Ich schreib dir noch ne eMail 🙂

    1. Hey Bella! Danke für deinen Kommentar… Ja, bisher war die Phase der Kleinen auch noch im Rahmen. Ich hoffe, es legt sich wieder. Ich habe auch viel über das Verhalten von Wackelzahnkindern gelesen – man spricht auch von „Wackelzahnpubertät“ – soviel dazu 😉 Na gut, schieben wir es auf die Zeitumstellung und hoffen das Beste! Ich schreib dir heute Abend zurück auf deine tolle Mail!

      Liebste Grüße!

  2. Ja. Wir verstehen uns. Du hast dich einfach getraut, dass auszusprechen, was die meisten mal empfinden. Grummel, solange du es brauchst oder beiß in ein Kissen (mach ich im Notfall immer)

  3. Du hast mein volles Mitgefühl. Und auch meine Panik, dass es bei uns auch so wird. Momentan ist LadyGaga (5 1/2) sehr sehr pflegeleicht, abgesehen von ihren 5-Minuten-Aussetzern. Aber ich befürchte, es kommen auch wieder „darker times“ auf mich zu, was Du ja im Prinzip gerade bestätigt hast oO. Ich drücke Dich virtuell und schicke ganz viel Ommmmm ((()))

    1. Meine Liebe!

      Nein, bei euch bleibt das gaaaaaanz easy! Bestimmt 😉 Aber hey, es könnte ja auch immer noch schlimmer sein. Solange alle gesund sind, ist mir das hier noch lieber als dauerkrank wie im Winter… Knutsch dich!

  4. Die mittlerweile 6jährige hört nicht, langweilt sich…. Das klingt wie mein Sohn. Ich fühle also mit dir und drücke dich in Gedanken mal ganz fest. Und ich wünsche dir ganz viel Kraft und das die Phase schnellstmöglichst vergeht. Und meinen Respekt für deine Ehrlichkeit.
    Liebe Grüße, Heike

    1. Liebe Heike,

      ich habe jetzt einiges über dieses Alter gelesen und hatte Buchempfehlungen wie „Wenn die Zähne wackeln, wackelt die Seele“ und ähnliches. Scheint wohl ganz normal zu sein. Irgendwie macht es das einfacher, oder? 😉 Aber ich wünsche dir auch ganz viel Kraft! Und hey, man muss ehrlich sein, sonst erfährt man gar nicht, dass es anderen auch so geht!

      Liebste Grüße

  5. Ich kann deine Gefühle sehr gut nachvollziehen! Meine beiden süßen aber temperamentvollen und sturköpfigen Mädels sind 4,5 Jahre und 20 Monate alt und ich habe allmählich auch keine Lust mehr auf dieses zunehmende Ermahnen und Meckern müssen.

    Nur die Große ist im Moment täglich 3 Stunden im Kindergarten. Den Rest des Tages schlage ich mich mit beiden rum und ich bin derzeit OFT froh, wenn sie im Bett sind! Ich kann es daher auch kaum erwarten, demnächst für 3 Tage außer Haus arbeiten zu dürfen! Das Au Pair tut mir schon etwas leid, aber ich habe sie gewarnt, mit was für sturköpfigen Kindern sie es zu tun haben wird 🙂

    Viele Grüße,
    Uta

    1. Liebe Uta!
      Ich befürchte ja, dass das mit dem Meckern und Ermahnen noch eine ganze Weile so weitergehen wird – ich glaube, selbst meine Mama meckert und ermahnt mich noch hin und wieder 😛 Dem Au Pair viel Spaß und Kraft 😀 Und dir mit deinen Sturköpfen einen tollen Frühling! Und um einige Leute zu zitieren „Wer will schon stille Eckenhocker?“ (Ich!! Ziemlich oft am Tag! :D)

      Liebste Grüße!

  6. Hej, liebe Grummelmama,

    wenn ich das so lese, denke ich, da kommt ja noch einiges auf mich zu…

    Bist Du für lapidaren Trost der Sorte „Halt durch, das geht vorrüber“ empfänglich?
    Ansonsten könnte ich auch mit einem krassen Tipp a la „Verhalt Dich einfach mal 5 Minuten so wie Deine Kinder“ aufwarten 😉 Das kann Wunder wirken! Unser „großer“ Rabauke wird beim Essen manchmal zum Brüllmonster – da habe ich ihn neulich mal lautmalerisch (wenn auch nicht in der Lautstärke) imitiert: „Achähachäh“. Da hat er ziemlich komisch geguckt – und dann still seinen Brei gegessen 🙂

    Liebe Grüße

    Küstenmami

    1. Liebe Küstenmami,

      also „Das geht vorüber“ ist immer gut. Ist ja irgendwie sowas wie ein Mama-Mantra, oder? 😉 Und das mit dem Nachmachen spare ich mir mal auf, das find ich nämlich gar nicht schlecht! 😀 Vielleicht dann, wenn es den Kindern selbst peinlich ist, wenn Mama sowas macht? 😉

      Liebste Grüße!

  7. Hi,
    ach, immer wieder schön zu hören/ lesen, dass frau/mann/ eltern in solchen Momenten nicht alleine da steht (stehen)….. Du hast das wirklich sehr amüsant geschrieben und ich glaube, dass sich viele Mütter/ Väter (naja seltener) das gleiche DENKEN. Spitze tja und bei mir im Haus „herrschen“ neben meinen eigenen Kindern (inkluive den „TerrorTwins“ – im wahrsten Sinne des Wortes *gg*) 6 andere Tageskinder, die eben solche – ich sag mal vorsichtig – PHASEN durchmachen *gg* lg Carmen

    1. Liebe Carmen, danke für deinen Kommentar 😉 Ich kann vor dir und deinen „Phasen“Tageskindern nur den Hut ziehen! Ich wäre maaaaaaaaaaaaaaaaßlos überfordert 😀

      Liebste Grüße!

  8. Wunderbare Beschreibung! Kommt mir bekannt vor, nur, dass meine Biester inzwischen 21 und 25 sind.
    Das ging damals nach 6 Monaten vorbei, um in der Pubertät (verfluche mich) wieder zu kommen. Der „Zwerg“ fing an zu pubertieren, die „Prinzessin“ fand, sie sei durch und die Mutter begann zu wechseljahren…
    Heute findet der „Zwerg“, die „Prinzessin“ sei ja so was von konservativ… Und umgekehrt findet die „Prinzessin“ den „Zwerg“ grün hinter den Ohren…
    Beide finden die Mama bekloppt, weil sie über Opa schreibt. Zusammen lachen wir uns tot… Also alles ganz normal. *lach*

    1. Liebste Malu,

      find ich ja witzig, was du über deine Großen schreibst. Dann hab ich ja noch Hoffnung auf Transformation 😀 Klingt auf jeden Fall schön.

      Liebste Grüße!

  9. Oh Mann, ich kann dich so gut verstehen! Meine vorher unglaublich liebe, brave, lustige, zuckersüße, freche Große mutierte mit 3 zu einem Monster, das ich am Liebsten am Bahnhof an Fremde verkauft hätte. Erst konnte ich nicht verstehen, wo mein süßes Mädchen hin ist, dann war ich mir sicher, dass sie nie wieder süß, sondern ab jetzt nur noch doof, provozierend, eklig, trotzig und unmöglich ist. Und sie war erst 3. Zum Glück war es (NATÜRLICH!) nur eine Phase und Wochen/Monate (hab ich verdrängt) später war sie wieder süß und putzig und liebevoll und eben sie. Und auch wenn du mir um ein paar Jährchen voraus bist und es natürlich gut sein kann, dass deine Große mit 6 schon vorpubertäre Züge an den Tag legt, bin ich mir sicher, dass auch das nur eine Phase ist und wieder vorbei geht. Ich weiß, das hilft dir im Moment nicht so besonders viel, aber das Wissen, dass die Biester irgendwann mal wieder Engel werden, ist doch irgendwas wert. Finde ich. Und ich drücke dir feste die Daumen, dass das ganz schnell der Fall sein wird.
    Und was mir gerade noch einfällt: Gibt es nicht mal einen ruhigen Moment, in dem deine Große gesprächsbereit ist und du sie fragen kannst, warum gerade alles so unschön ist? Ihr gefällt es ja bestimmt auch nicht, dass du so viel schimpfst und verbietest und schlecht gelaunt bist. Vielleicht findet ihr ja gemeinsam Punkte, die ihr verbessern könnt und wo jeder einen Teil dazu beitragen kann.

  10. Du sprichst mir grad so sehr aus der Seele!!
    Bei uns ist es haargenau gleich – nur in der Buben-Variante. Mit viel Gehaue und Rauferei und so unglaublich lauter Schreierei. Nicht auszuhalten!
    Vor allem die Streitereien und Gemeinheiten sind mir momentan viel zu viel. Aber es spendet ein klein wenig Trost, dass es anderen auch so geht und nicht meine Kinder die einzigen Wahnsinnigen sind!!!

    1. Liebe Cat,

      die Streitereien sind echt das Schlimmste, oder? Ich kann es nicht mehr hören. AAAAAAAAAAARGH. Aber es geht mir schon viel besser, seit ich hier von euch allen lese, dass es nicht nur mir so geht! Das tut gut!!

      Alles Liebe dir!

  11. So wahr. Genau den selben Scheiß (sorry) haben wir gerade hinter uns. Die Ohren des Großen wie zugenagelt, sämtliche Manieren vergessen, das Gehirn durch Nichtbenutzung geschont. Und das leider nicht nur zuhause, sondern auch im Kindergarten oder bei den Großeltern, welche sich bitterlich bei uns beschwerten, obwohl wir sonst immer so stolz auf unser Kind waren.
    Eine Freundin nannte es die kleine Pubertät und ich denke, das trifft es ganz gut.
    Und als Trost für dich: es geht vorbei, und von einem Tag auf den nächsten hat man den gewohnten Engel wieder zurück und fragt sich, ob man das jetzt wirklich erlebt hat 🙂
    Zum Glück ist unsere Kleene zu klein für 30-jährige Geschwisterkriege, aber die kleineren Scharmützel haben uns auch gereicht!

    Durchhalten 😉

    1. Die kleine Pubertät… Klingt ja ganz niedlich. Dann warten wir mal (nicht) entspannt ab, wann die kleine Pubertät sich vom Acker macht. Ich werde ihr nicht hinterherweinen, so viel steht fest!!

      Für dich auch ein herzliches DURCHHALTEN 😀

  12. 6. Und 11. So alt sind meine beiden Zicken gerade. Also noch nicht in der Pubertät. Aber auch bei ihnen scheint mit dem nahenden Frühling alles an Erziehung flöten gegangen zu sein. Ich bin mir 100%ig sicher, das meine Große Mitte der zweiten Klasse wieder normal geworden ist damals. Also habe ich noch ein knappes Jahr zu überstehen, bis wenigstens eins der Kinder sich wieder findet. Bei dem anderen Kind wird das wohl noch ein paar Jahre anhalten … Es beruhigt mich übrigens ungemein, auch von anderen Eltern solche Beschwerden zu lesen *g*.

  13. Was für wahre Worte. Ich kann dich so gut verstehen. Mein Sohn ist 6 und flippt hier auch tag täglich aus. Meckern, ermahnen, verbote ist an der Tagesordnung. Aber es bringt null. Steht in den Büchern irgend nen Tipp wie man/frau damit umgeht oder was anderes macht? Meine Tochter ist 3 und ansatzweise genauso aber sie lässt sich schneller von abbringen.

    1. Liebe Franziska,

      ich weiß nicht genau, was in den Büchern steht… Am liebsten würde ich sie nach den Kindern werfen, statt sie zu lesen 😀 Nein, Spaß – ich glaube ja, Theorie hilft da immer herzlich wenig weiter. Verständnis. Liebe. Und ein Glas Wein vielleicht? Also abends für die Mama natürlich! 😉

      Liebste Grüße und DURCHHALTEN!

  14. Und ewig grüßt das murmeltier 🙂 jede Generation macht “ das“ mit seinen Kindern mit ! 🙂 und am Ende alles gut ! 🙂 wir lieben sie halt trotzdem 🙂

  15. Das hört sich genau so an wie bei meiner 7 Jährige. Alles was älter ist kann (will) nicht gehört werden.
    Alles ist langweilig und doof.
    Mama soll beib den Hausaufgaben helfen und wenn man dann was sagt, wird gleich geschrien…
    Egal was man (Mama o. Papa) zurzeit macht, man macht es einfach nur falsch.
    Ich fühle total mit dir und danke das du es so ehrlich ausgesprochen hast.
    Ich dachte immer nur bei uns gibt es so ein Prozesarschloch.
    Ich drück dich ganz doll

    Samaja

    1. Liebe Samaja,
      es ist so toll, dass mir so viele Mütter schreiben, dass es ihnen auch so geht. Das beruhigt mich sehr. Sehr sehr sehr. Und wir schaffen das schon. Das Prozessarschloch wird schon noch vertrieben werden!

      Ich drücke dich fest zurück!

  16. Liebe Grummelmama,
    Danke, dass Du hier die ungeschönte Wahrheit schreibst … ich hasse mittlerweile die superentspannten immer ein Lächeln im Gesicht habenden Supermamis, die ihrem Kind gegenüber nie laut werden würden!
    Ich habe drei dieser immer lauter werdender Geister: zwei Jungs 9 und 5 und eine kleine Hexe, die mit ihren 3,5 Jahren derMeinung ist, den Ton angeben zu müssen. Wenn man dann selber schon in der Situation ist, ans Weglaufen zu denken und dann noch die kinderlosen Nachbarn der Meinung sind ihren hochqualifizierten Senf dazu zu geben (das Kind schreit, weil es vielleicht misshandelt wird … in Wirklichkeit handelt es sich um die obligatorischen 15 Minuten, in den sich das Kinderhirn in ein Gewittergebiet verwandelt), dann will man doch am liebsten weglaufen.
    Mittlerweile bin ich der festen Überzeugung, dass Kinder im Wachstum sich immer wieder neu ordnen müssen … und das gilt wohl auch für die Synapsten im Hirn … also sie können nichts dafür … tief durchatmen … irgendwann ist das Wachstum abgeschlossen … vielleicht … und sie werden wieder „normal“ …. vielleicht ….
    Aber was ist mit den Nachbarn … manchmal schiebe ich es auf hormonelle Frustration … aber das ist manchmal schwerer als die Wachstumsfrustration der Kinder zu akzeptieren ….
    Fazit: Es kann nur besser werden … mit den Kindern … mit den Nachbarn vielleicht auch … und ohne fehlt uns Müttern so einiges … uns spätestens der „Gute NachtSchmatz“ wenn auch mit etwas Schnott gewürzt, stimmt uns wieder friedlich und wohl gesonnen.
    Ich wünsche uns Mamis ganz viel Kraft um die anstrengenden Tage gut zu meistern und die entspannten um so mehr zu genießen! Alles Gute für Euch!

    1. Liebe Jette,

      ich sehe das wie du. Ich bin auch schwer genervt von Tipps und Blicken. JEDER meint ja, es besser zu wissen und zu können. Dabei tut man doch schon alles… Ich denke, wir werden das schon schaffen. Wäre doch gelacht! Haben schon andere vor uns geschafft – und mit dem Wissen, dass es nicht uns alleine so geht, läuft es schon viel leichter. Hoffe ich. 😀
      Danke für deinen lieben Kommentar!

      1. Wir werden das mit Sicherheit schaffen und in ein paar Jahren herzlich darüber lachen! Da bin ich mir sicher!
        Und … das Buch würde ich auch gerne lesen! 😉
        Liebe Grüße!

        1. Ich freue mich schon sehr aufs Darüber-Lachen – und das werden wir. Meine Mutter kann heute auch darüber lachen… 😉 Oha, ich muss mich mit dem Schreiben ranhalten!

  17. warte auf die pubertät, das ist nur die abhärtungsphase *kichernd ins bett geht* (fluch wird nicht treffen, ich bin OMA *diabolisch grinst*

  18. Oh man, das kenne ich nur zu gut. Auf einmal scheint alles nicht zu Fruchten, das alles vergessen ist was sie gelernt haben. Und dann diese möchte gern Ratschläge von anderen und noch schlimmer irgendwelche Vorhaltungen die mit der gesamten Situation nichts zu tun haben. Die Terorr Diva und das nicht tolerante Sensibelchen. Ich wünschte mir manchmal einen Schalldichten Raum, wo sie sich gegenseitig ärgern können ohne das es anfängt zur Nerven zereiß Probe zu kommen.

  19. Oh jaaaaaaa. Ich erkenne mich und meine zwei „Biester“ genau wieder. Ich dachte Du schreibst von mir/uns. Meine ehemaligen Engel sind jetzt 5,5 und 3,5 Jahre und ich kann mich sehr gut in dich hinein fühlen.
    Ich wünsche Dir weiterhin starke Nerven und Abends ein gutes Glas Wein oder vllt. einen Cocktail zur Entspannung. 🙂

  20. Hallo :),
    Ich habe mir geschworen Rache wird kalt serviert! Ich verzeihe aber vergesse nicht! Ich habe mir jedesmal gemerkt wenn ich mit rotem Kopf beschämt versucht habe so zu tun als wäre das schreiende um sich tretende am Boden liegende Kind nicht meins. Ich werde einfach mal in Klasse 7 meine Tochter in der großen Pause besuchen u mich auf den Boden werden und nach nem Ü-Ei brüllen 🙂
    In diesem Sinne, eine schöne Woche 🙂

    1. Rache wird kalt serviert – herrlich!!! Ähnliche Gedanken habe ich aber auch. Zugegeben. Das wird ein höllisch schöner Spaß, was?? Ich plane ähnliche Angriffe auf Teenager-Geburtstagen! HARHARHAR!

      Liebste Grüße und genieß die Sonne!

  21. Tu mir bitte ein Gefallen und schreib ein Buch..ich will mich über dein momentanes Leid nicht lustig machen …aber dein Schreibstil ist Klasse ..ich musste so lachen ..man spürt in dem Text das du deine Kinder liebst ..aber einfach mal unverblühmt auch mal das sagst was wahrscheinlich 80 % aller Mamis auf der Seele brennt und keiner sich traut…weil NEIN eine Mutter darf ja nicht solche Gefühle auch mal haben..sobald ich mal auch menschlich auf die zicken meiner Kinder reagiere..verbiete ich mir sofort diese Gefühle und bekomme furchtbare Schuldgefühle..ich denke das könnte so mancher Mama helfen sich auch mal wichtig zu nehmen wenn du ein Buch schreiben würdest..alles Gute für dich ..lg Nicole

    1. Nicole, danke, wie sagt man so schön „You made my day“? Und tatsächlich arbeite ich an einem Buch. Zwar eher für mich, damit der Blog nicht platzt, aber vielleicht wird es ja eines Tages fertig 😀 Du bekommst dann ein Test-Exemplar mit persönlicher Widmung 😀

  22. Hallo Bella,
    danke! Ich durfte/musste Tränen lachen (vorallem dafür das DANKE!) – sooo herrlich kurz und knapp zusammengefasst – und exakt, exakt, EXAKT SO geht es auch bei uns zu (die Große fast 4, die Kleine 1,5). Und nein es hilft nicht zu wissen, dass es anderen genauso geht – manchmal beruhigt es aber und manchmal, wie in deinem Blog gerade, fühlt es sich zumindest so an, als könnte man noch was Gutes daran finden – denn ich habe wirklich herzlich lachen dürfen. Danke dafür!

  23. Ach je. Woher kenne ich das nur? Stimmt, von meiner damals 6-jährigen. Das ist nur eine Phase, ommmmm. (Und dann kommt die Vorpubertät und dann die Pubertät und dann ziehen sie endlich (!) aus. ommmmm)
    Dazwischen gibt es aber auch immer wieder richtig gute Phasen. Bei uns zumindest. Ich drücke die Daumen, dass sich das bei Euch ähnlich verhält!

    1. Phase, Phase, Popase… SIE SOLL WEGGEHEN! Ja, es gibt wirklich gute Phasen und für die macht man den ganzen Mist ja auch letztendlich 😀 Danke fürs Daumendrücken!!!

  24. Liebe Grummelmama
    vielen Dank für diesen sehr offenen Bericht. Endlich mal eine Mama die nicht immer sagt das ihre Kinder die allerliebsten sind. Auch ich habe ähnliche Exemplare wie du zu Hause, und oft sage ich zu ihnen: „warte ab irgendwann wirst du genauso reden wie ich wenn du eigene Kinder hast.“ Meine Rache kommt und ich kann warten 😉

    Ich habe festgestellt das die wild gewordene Herde ganz schockiert aus der Wäsche guckt wenn ich sie mit ihren eigenen Waffen schlage. Beim Einkaufen wird nicht mehr rum gezickt oder gekreischt weil Mama sich dann ganz demonstrativ im Gang setzt und die Kinder nachäfft. Dann heißt es:“Mama steh auf du bist voll peinlich! 😀 Der Zweg heiligt die Mittel.

    Ich mache dir nichts vor: Je älter sie werden, desto anstrengender wird es. Leider kann ich dir nichts anderes sagen. Man muß immer am Ball bleiben und darf den Kids keine Schwäche zeigen. Sie nutzen es schamlos aus. Da ist es dann auch ganz egal wie oft man vorher einen Vortrag gehalten hat.

    Aber uns bleibt ja nichts anderes übrig als durchzuhalten. Irgendwann sitzen sie am Tisch und beschweren sich über ihre eigenen Kinder und dann kannst du sagen: „Warum soll es dir besser gehen als mir damals?“ Deine Rache kommt. Irgendwann 😉

  25. Vielen dank,du sprichst mir aus der Seele.meine zwei sind 7 u 9 u ich kann dich voll und ganz verstehen.das Theater geht hier bereits seit einem Jahr u ich hab etliche dinge versucht,um die kleinen Engelchen wieder hervorzuzaubern.bisher vergeblich.

  26. Dankeschön!!!!
    Du sprichst mir aus der Seele.

    Wir haben hier auch gerade ein 5 3/4 jähriges monster. Und ich frage mich immer wieder: wer hat ihn hier bloß rein gelassen und WO ist meine süße kleine Zuckerschnute bloß geblieben? Kommt sie bald wieder? Und ist „bald“ jetzt?

    1. Die Zuckerschnute und mein Engelchen sitzen irgendwo auf nem Baum, essen Popcorn und lachen uns aus, wie wir mit den Monsterchen kämpfen…. WEHE, ich krieg die in die Finger!! 😀

  27. Ohhjaaaaaa…. das kennen wir auch…. Hallo Lara, ich bin hier! Achso sie ist ja wieder in ihrer eigenen Welt… Gestern bekam ich den ersten krassen Ausbruch. „Wenn du das machst hab ich dich nicht mehr lieb! !“ Drohung vom Feinsten und „Blödie“ war ich dann auch. Dabei wiederhole ich mich doch oft und verrate auch gleich die Konsequenz. Trotzdem ist es egal was ich sage und so musste sie trotz verbaler Extremausbrüche ins Bett. Dann erst Recht 😉 Strafen müssen sein und wollen jetzt plötzlich auch durchgesetzt werden. Immer ruhig bleiben. Die kleinen hassen dich nicht. Die hassen nur deine Macht, alle Regeln durchzusetzen ; -) kleine Manipulierer möchten das gern einreißen. Aber denk dran: Es ist hart, aber in vielen vielen Jahren werden sie dein Durchhaltevermögen , deinen Schweiß, deine Tränen und alles was noch dazugehört zu schätzen wissen und es dir danken.

  28. Hm, kommt mir bekannt vor. Hier sind die jungen Menschen zwar erst 16 und 33 Monate aber #2 beherrscht auf den Boden (komisch, auch gern ohne Anlass) werfen schon besser als #1.

    Reden dringt nicht durch – ich schätze mal, dass das eher in so ein ‚bla bla bla‘ mutiert oder aber nur dazu dient, die Luft zu erwärmen oder zum Scheppern zu bringen. Um nicht völlig des Wahnsinns fette Beute zu werden, verlasse ich das Schlachtfeld und mache einfach im Kinderzimmer oder einfach entfernt (aber in Sichtweite) Auszeit.

    Und: jene Eltern, die einem derartigen Spektakel beiwohnen und dann zu ihren Kinder meinen ’schau, so schlimme Kinder, das brauchst dir gar ned abschauen‘ kann ich nur milde belächeln. Weil die Welt ändert sich schnell. Vor allem mit Kindern 🙂

    1. Ich habe auch oft das Gefühl, die Kinder sehen nur meinen Mund auf und zu gehen – aber mehr passiert nicht. Argh. Das ist echt zum Mäusemelken! Aber ich befürchte ja, ich war nicht besser – ich kann nur froh und dankbar sein, dass meine Mutter keinen Blog hatte 😀 Wohingehen es ihr damals vielleicht auch so gut getan hätte wie mir, zu lesen, dass es allen anderen auch nicht besser geht!

      Liebste Grüße und alles Gute!

  29. Pingback: Das Bloggen der Anderen (33) | Familienbetrieb
  30. Pingback: Das Bloggen der Anderen (33) | Familie Rockt
  31. Lach
    Ich kenne das.
    Und auch den Wunsch, dass diese Phase endlich aufhört.
    Ich will Dir nicht den Mut nehmen…..aber……mit der Pubertät, den Spruch fang ich gar nicht erst an (meiner steckt da übrigens schon 3 Jahre drin…örks), das wirst Du schon selbst rausfinden…..es wird nicht besser, nur anders. 😉

    Es ist nur ein Schub!
    Nur ein Schub…
    Und wenn es kein Schub ist, ist es eine Phase.
    Nur eine Phase!
    Oder ein Zahn…
    Oder ein Pubs…
    Auf jeden Fall geht es vorbei.
    In ein paar Tagen.
    Oder Wochen…

    Spätestens in 18 Jahren.
    (gesehen bei Müttermagazin)

    LG und halte durch.
    Ich werd Dich jetzt mal abonnieren, Dein Schreibstil gefällt mir.^^
    Mach doch mal ein Buch draus.

    1. Hey du! Du wirst lachen, ich schreibe an einem Buch – nicht genau zu diesem Thema, aber zum Thema Mutter an sich.
      Aber ja… ich will es zwar nie hören, aber ich freue mich auch schon auf die Pubertät. Führt ja nix dran vorbei 😀

      Liebe Grüße!!

  32. Pingback: Ich liebe meine Kinder – aber ich kann sie grad nicht leiden! - Müttermagazin
  33. Was für ein toller Text!!!
    Ich ziehe meinen Hut vor so vielen wahren Worten und will mich bei dir bedanken.
    Aber eine Frage hätte ich noch… der Text ist vom letzten Jahr… wie ist die Lage denn zur Zeit?
    Seit geraumer Zeit verhält sich mein Großer, wie du es beschrieben hast und auch mir fehlt die Kraft zu schimpfen, zu ermahnen oder sonstigem…
    LG Lena

    1. Liebe Lena, danke für deinen Kommentar! Und durch deine Frage überlege ich gerade, vielleicht mal einen aktuellen Artikel dazu zu verfassen!
      Es ist besser. Auf jeden Fall. Vielleicht habe ich mich auch nur an den Irrsinn gewöhnt, kann auch sein. Aber es ist besser. Die Beiden spielen wieder gut miteinander (klar gibts Streit!) und die Große ist seit der Einschulung auch viel ruhiger und ausgeglichener geworden. Ich glaube, sie ist einfach mehr beschäftigt, weiß sich klar einzuordnen (Schulkind, das ist schon was!) und hat einfach mehr im Kopf zu arbeiten. Ich muss viel weniger schimpfen oder meckern oder bestrafen und ermahnen. Sie ist reifer geworden, versteht mehr und traut sich mehr zu, was dazu führt, dass sie bewusster durch den Alltag geht.

      Wie alt ist denn dein Großer? Und dein(e) Kleiner (Kleine)?

      Ich glaube, ich werde das wirklich mal in Worte fassen und verbloggen – denn ich sollte den Text ja nicht so stehenlassen, meine armen Kinder verdienen ja auch mal einen Erfolgs-Text 😀

      1. *lach* na wenn es besser geworden ist, dann verdienen sie auf jeden Fall einen Erfolgs-Text 😉
        Ich würde mich auf jeden Fall freuen !

        Meine Jungs sind 5 1/2 und 4… da die Einschulung bei uns erst nächstes Jahr ansteht, muss ich es wohl noch 1 Jahr mit dem Teufelchen in ihm aushalten *grins*
        Aber du machst einem Mut!

        Ich musste deinen Text Gestern auch auf einer Feier zeigen und du wurdest von den Müttern gefeiert. Sie haben gelacht und mich mit einem fiesen Grinsen angesehen (ihre Kinder sind einiges älter) … ob das wohl ein schlechtes Zeichen war? 😉

        1. Oh nein!!! Das war bestimmt ein gutes Zeichen!! Ganz sicher!! 😀 *wein*
          Und oh je, du hast mich rumgezeigt? Hab ich wenigstens was zu Trinken bekommen? *kicher* Dank dir! Ich fühle mich sehr geehrt!
          Ich werde beim Bloggen an dich denken, ich hoffe, ich komme die Tage mal dazu!

          Liebe Grüße!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.