Eltern und Kinder

Kinder gehören verboten!

Ich weiß, es wurde schon oft über das Thema „Deutschland und Kinderfreundlichkeit“ in vielen Varianten gebloggt. Aber ich muss heute auch mal wieder etwas dazu beitragen. Denn es regt mich so auf, wie viele bösartige Menschen es in diesem Land gibt. Und ich finde, in Zeiten des Geburtenrückgangs und der Überalterung der Bevölkerung kann man das auch gar nicht oft genug aussprechen!

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Ich weiß nicht, wie es euch Vätern und Müttern damit geht, wie die Umwelt auf eure Kinder reagiert – und wie ihr wiederum auf diese Reaktionen reagiert. Ich bin ein Mensch, dem es immer (zu) wichtig ist, was andere denken. Und ich bin eine der Mütter, die immer (viel zu!!!!!) oft „Pssssst!“ oder „Nicht so laut!“ oder „Rennt nicht so rum!“ sagen, zischen oder in dem fiesen scharfen Mamaton flüstern. Gerade vorgestern hatte ich aber wieder ein paar Begegnungen der typisch deutschen Art, die mich immer wieder in dieser doofen Angewohnheit bestätigen.

Meine Kinder stören scheinbar. Wenn sie einfach auf dem Gehweg laufen und sich miteinander unterhalten. Ist ja auch total nervig, wenn eine sechjährige Erstklässlerin und ein dreijähriges Kindergartenkind nebeneinander auf dem Gehweg spazieren und sich über ihr jeweiliges Mittagessen unterhalten und dabei die Dreistigkeit besitzen, nur Platz für 2 Arm in Arm laufende dicke Männer (also jetzt rein hypothetisch) zu lassen! Da ist schon klar, dass sich der dünne, alte Mann mit Hut total verdrängt und belästigt fühlt – und zwar so sehr, dass er stehenbleiben und den Kopf schütteln und unverständliche Flüche ausstoßen muss….
Meine Kinder stören auch total, wenn sie beim Einkaufen ein bisschen Spaß haben. Supergrauenvoll, wenn die Sechsjährige die Dreijährige im Einkaufswagen schiebt und die beiden dabei kichern und singen. Das ist scheinbar dermaßen laut, dass man seine eigenen Gedanken nicht mehr hören und unmöglich weiter einkaufen kann! Nachvollziehbar, dass die alte Dame mit ihrem Ziehwagen laut stöhnend und „Unmöglich“ grummelnd den Gang wechseln muss.

Wie kann man überhaupt so rücksichtslos sein, Kinder mit vor die Tür zu nehmen? Ich meine, die sind laut, wild, rennen rum, kichern, lachen, spielen Nachlauf, singen, oder – Gott behüte! – haben Spaß! Manchmal schreien sie auch! Oder heulen! Oder brüllen! Schrecklich! Man sollte sie nur noch im privaten PKW von A nach B transportieren. Mit geschlossenen Scheiben. Wobei A und B bitte auch nur für Kinder vorgesehene Aufbewahrungsstätten wie Kindergärten, Schulen oder für Kinder eingerichtete Kurse und Veranstaltungen sein dürfen! Ja, so wäre das wohl am besten für Deutschland. Ach ja, die Aufbewahrungsstätten sollten aber auch nur IN Gebäuden erlaubt sein und sollten Sorge dafür tragen, dass auch dort die Fenster geschlossen und die Kinder in den Räumen gehalten werden. Nicht, dass die raus gehen und dort in Gärten oder auf Plätzen laut Spaß haben! Keine Sau will doch, dass die komischen, lauten Menschen mit ihren kleinen Händchen und kleinen Füßchen auf Wiesen rumlaufen, in der Früh-, Mittags- und Abendruhe auf Spielplätzen (gehören eh verboten!) jauchzen oder gar in öffentlichen Straßen mit Bällen oder Schlimmerem spielen! Wo soll sowas denn nur hinführen?

Genau dahin, wo wir gerade sind. Mitten rein in einen Alltag, in dem man sich für Gespräche zwischen Kindern, die über einen Flüsterton hinausgehen, in Läden, Bussen oder in der Öffentlichkeit schämen will. Mitten rein in einen Alltag, in dem man die Kinder ständig zur Ruhe, zur Ordnung und zum Stillstehen nötigt, nur damit kein fremder Mensch die Nase rümpft. Ich muss sagen, ich bin eine strenge Mutter, der das Verhalten ihrer Kinder immer sehr wichtig ist. Meine Kinder sind erzogen. Sie sind keine laut brüllenden Rüpelchen, die alles aus den Regalen reißen, marodieren, Menschen anrempeln oder ähnlich schlimm auffallen. Aber, verdammte Axt, sie sind halt Kinder! Sie sind laut! Und sie sind unbedarft! Und ja, wenn sie im Supermarkt einen bunten Ständer mit Kinderkram sehen, dann rufen sie mal laut „PAPIIIIIIIIII, das MUSST du sehen!!!!“. Und wenn sie sich plötzlich in Gang 3 an das Elsa-Lied erinnern und es singen, dann drehen sie sich halt mal vor Freude im Kreis. Und wenn sie nach Stunden des Stillsitzens in der Schule endlich raus können, dann rennen sie auch mal hüpfend auf dem Gehsteig und spielen Einhorn.

Einmal – wirklich nur EIN EINZIGES MAL – reagierte eine alte Dame im Supermarkt auf mein „Psssst! Nicht so laut!“ so, wie es sein sollte. Sie sagte: „Warum sollen die Kinder so leise sein? Das sind Kinder! Wer sich davon gestört fühlt, hat eben Pech gehabt! Engen Sie sie nicht so ein, sonst verlernen sie das eines Tages noch“. Und ich dankte ihr von Herzen dafür, mich und meine blöde Angepasstheit so ertappt zu haben. Aber genauso ist es doch. Unsere Kinder sind unsere Zukunft. Und ich habe lieber eine Zukunft, die laut lacht und springt und singt und kichert als eine, die sich kaum traut, den Mund aufzumachen und sang- und klanglos untergeht.

29 Gedanken zu „Kinder gehören verboten!

  1. Hallo,

    vielen Dank für diesen Artikel, der uns voll und ganz aus dem Herzen spricht. Ich für meinen Teil lass mich aber auch gerne auf eine Diskussion mit den Motzkis ein, wenn es die Situation zulässt. Ändert zwar auch nichts, aber ich habe keine Lust, das in mich rein zu fressen.

    Für uns ist der Unterschied zwischen Deutschland und Thailand immer so extrem, darüber haben wir auch mal etwas geschrieben:
    http://www.nestingnomads.de/wir-brechen-die-zelte-muenchen-ab-warum-wir-gerade-fuer-unser-kind-thailand-bevorzugen-3/

    Viele Grüße

    Chris

    1. Dank dir, Chris! Auch für den Link, toller Text! Ich denke auch, dass es so viele Länder auf der Welt gibt, in denen Kinder einfach was zählen. Weil sie eben die Zukunft sind. Nur nicht hier… Super schlimm eigentlich.

      Liebe Grüße!

    1. Hätte ich auch fast! Aber ich hab ihr echt herzlich gedankt – und mich echt geschämt, weil sie das so selbstverständlich gesagt hat und ich mich voll ertrappt gefühlt habe.

  2. Geiler Text, danke :-* vor allem weil wir ja wegen solchen Menschen umgezogen sind bzw. sogar rausgeworfen wurden weil wir Kinder haben die auch mal lachen oder weinen :-/ Was ne Gesellschaft!!

    LG Frida

    1. Fridalein! Genau, an dich hab dich dabei auch gedacht… Wenn man sich nicht mal zu Hause zu Hause fühlen kann. Ich denke auch so oft „Ohoh, die Kinder sind zu laut/hauen zu laut auf den Boden/singen, tanzen, quieken zu laut“. Sau schade eigentlich. Kein Wunder, wenn das eines Tages alles zusammenkracht.

  3. Ich selbst habe keine Kinder, und ja, ich muss gestehen, mich auch gelegentlich an Kindern zu stören.

    Ich störe mich daran, wenn sie nur schreien, nur rumrennen, ohne Rücksicht auf Verluste, ich störe mich daran, wenn sie keinerlei Erziehung genossen zu haben scheinen.

    Das sind aber, so wie ich es mitbekomme, zum Glück die wenigsten Kinder.

    Auf der anderen Seite jedoch ist es schwierig – kann man pauschal sagen, „der Deutsche“ ist Kinderfeindlich?
    Oder aber ist es u.U. so, dass mancher Erwachsener vielleicht selbst einfach einen schlechten Tag hat und einfach grad die Nerven etwas blank liegen?

    Ich verstehe die Intention hinter diesem Artikel und gestehe durchaus ein, dass ich manchmal so wie dort beschrieben bin.
    Aber gleichzeitig fordere ich dazu auf, auch ein bisschen Verständnis für die Gegenseite zu haben.
    Nicht jeder Kinderlose Mensch findet Kinder doof und nicht alle Eltern erziehen ihre Kinder ordentlich…

    In diesem Sinne, ein schönes Wochenende allen ^^

    1. Hallo! Schön, auch eine Stimme der elterlosen Seite zu lesen hier! Und ich gebe dir ja recht – Kinder KÖNNEN nervig sein! Aber ich lehne mich mal soweit aus dem Fenster und sage, ja, Deutschland ist pauschal kein kinderfreundliches Land. Im Vergleich zu vielen anderen (meist südlichen) Ländern, wo man immer spürt, dass Kinder einfach dazu gehören und nicht ein notwendiges Übel sind. Hier in Deutschland ist das so. Wenn man Kinder hat, merkt man das so oft. War mir vorher auch nicht so bewusst. Überall ist alles verboten. Es wird gegen Kitas und Kindergärten geklagt und und und. Und ich rede hier ja auch von NORMALEN Kindern, das habe ich ja auch betont.

      Verständnis für die Gegenseite habe ich total. Ich will auch meine Ruhe haben, wenn ich alleine ausgehe. Oder im Urlaub mal ein bisschen Auszeit brauche. Und auch ICH störe mich an total unerzogenen Kindern. Sehe ich voll ein. Aber ein normales Miteinander sollte doch für beide möglich sein :/

      1. Da bin ich absolut bei dir, bei Klagen gegen Kindergärten und Kitas fehlt mir auch jedes Verständniss. Fällt für mich in die selbe sinnbefreite Kategorie wie Beschwerden über Kuhglocken und Hühner.

        Das Problem, so denke ich, ist, wie so häufig, mangelnde Kommunikation (nicht ausschließlich, aber ein guter Teil davon).
        Es sind nicht die Kinder oder die Eltern, die ein vernünftiges Miteinander versuchen zu finden, die Rücksicht nehmen wo Rücksicht genommen werden kann und so weiter. Die fallen ja auch eher weniger negativ auf, also eigentlich eher garnicht.
        Eher sind es die Eltern, die rücksichtslos agieren, die mit dem Kinderwagen einem in der U-Bahn in die Hacken fahren, weil man nicht schnell genug zur Seite gehüpft ist, da es nun einmal zur Rush-Hour voll ist.
        Die Eltern, die ihren (frei zitiert) „Claude-Kevin-Bitte“ mit Engelszungen besäuseln und nicht das gewünschte Ergebnis erzielen sondern resigniert aufgeben und den Bub machen lassen was er will.

        Ich möchte hier nicht behaupten, dass ich ein besserer Erzieher wäre, mir ist durchaus bewusst, dass Kindererziehung nicht das leichteste der Welt ist und mir ist ebenfalls bewusst, dass auch die liebsten und bravsten Kinder mal einen, pardon, Scheisstag haben können.

        Das Problem ist halt, dass wir NichtEltern selten wirklich die positiven Dinge mitbekommen. Vielleicht mal bei einem befreundet Paar, bei denen das Kind super ist, daheim – das wird dann aber mit anderen Augen gesehen, weil man kennt sich ja.

        Probleme, habe ich hier oft geschrieben. Natürlich ist es auch ein Problem, dass die Politik nicht besonders Kinderfreundlich ist. Da muss man garnicht in den Süden schauen, da würde ich viel eher in den Norden nach Skandinavien schauen.
        Warum muss die arme Mutter denn mitten in der Rush-Hour mit dem Kinderwagen in die U-Bahn? Weil sie einfach blöd ist? Vermutlich ist sie das in den seltensten Fällen (aber auch das mag es geben). Wahrscheinlicher ist, so denke ich, dass sie ihr Kind aus der Kita geholt hat, nachdem sie den ganzen Tag gearbeitet hat, jetzt auf dem Heimweg ist und auch noch ein paar Dinge einkaufen muss, Essen machen, was auch immer.
        Das weiß ich aber nicht, das kann ich nur vermuten.

        Wäre es nicht für alle schöner, wenn man sich in aller Ruhe der Kindeserziehung widmen könnte? Und nicht so ganz nebenbei auch noch einen stressigen Alltag organisieren müsste, mit arbeiten usw.?

        Dinge wie diese machen, denke ich, einen guten Teil des Miteinanders aus, Rücksichtslosigkeit auf beiden Seiten, aus welchen Gründen auch immer.

        Es ist schade, das es so ist, wie es ist – und Menschen, die Kinder überhaupt nicht leiden können, auch die wird es immer geben – aber auch das sind dann auch (hoffentlich?) eher die Ausnahmen.

        1. Vielen lieben Dank für diesen tollen Kommentar. Den kann ich auch eigentlich unterschreiben.
          Es ist ja auch so, dass auch ICH die Menschen, die negativ auf für mich unverständliche Situationen reagieren, nur in diesem Moment erlebe. Vielleicht hatten sie einen schlechten Tag. Vielleicht schlimmeres. Und selbst ich als Mutter fühle mich genervt von Kinderwagen-in-die-Hacken-Fahrern und Co. Rücksicht muss von beiden Seiten ausgehen, das ist sowieso das wichtigste überhaupt. Eine perfekten Alltag wird man leider nicht schaffen können. Nie. Nur ab und an innehalten und nachdenken, wer was wo und wann verbessern kann, ganz bei sich selbst und alleine…

          Liebe Grüße!

  4. Ich bin zweifache Mutter und vierfache Oma und ich bin wirklich nicht streng zu meinen Enkeln. Allerdings bin ich der Meinung, dass weder Supermarkt noch Fussweg zum Rumhampeln oder Austoben da sind. Dafür gibt es Spielplätze und Anderes. Kinder sollten auch lernen Regeln zu befolgen und auf Andere Rücksicht zu nehmen. Wenn Kinder spielen und spassen nehmen sie halt ihre Umwelt nicht richtig wahr. Das ist aber gerade im Strassenverkehr sehr wichtig. Wann sollen sie es denn lernen, wie man sich richtig auf der Strasse verhält? Wenn sie 18 sind? Solange kontrolliert Mama alles? Man sollte sie schon frühzeitig zu Rücksicht und Obacht erziehen. Wie oft habe ich schon gesehen, dass übermütige Kinder alte Leute mir Stock oder Rollator fast über den Haufen rennen. Ich arbeite im Supermarkt. Nach fünf Stunden an der bei jedem Artikel piependen Kasse, miteinander sich unterhaltenden Kunden, sich auch mal beschwerenden Kunden, mit Kindern, die quengeln, schreien, toben, singen, mit den Transportrollen spielen, die alles anfassen müssen, die sofort und auf der Stelle das Brötchen eben schon vorm Bezahlen essen müssen oder unbedingt etwas trinken müssen, aufgerissenen Michschnitte-Packungen usw. usw. kann sich vielleicht jemand vorstellen, wie ich meinen Arbeitsplatz verlasse. Und ich möchte betonen, ich liebe Kinder. Nicht, dass das jemand falsch versteht. Aber Rücksicht gegenüber der Umwelt ist sehr wichtig. Meine Enkel sind an meiner Hand, wenn ich sie beim Einkaufen dabei habe oder ich mit ihnen zu Fuss unterwegs bin. Bei keinem der Drei (8, 3, 2 Jahre) habe ich bisher erlebt, dass sie beim Einkauf bocken oder schreien. Sie warten bis alles Waren bezahlt sind, ehe sie etwas essen. Neulich war ich mit dem 3jährigen unterwegs um Hundefutter zu kaufen. Mit einem Mal sagt der „Oma, da können wir gleich noch Bonbons kaufen“ Das fand ich sehr süss. Kein „ich will“ oder „hinschmeissen und schreien“.
    Und trotzdem dürfen sie Kind sein, toben, schreien, spielen. Die haben zu Hause ihren eigenen Spielplatz mit Trampolin, begehbares Hexenhaus, Schaukel, Baumhaus mit Rutsche, Sandkasten, Laufräder, Roller, Fahrräder usw. Ihnen fehlt es an nichts. Sie sind draußen, so oft es geht und es das Wetter erlaubt. Ich finde es gibt für Alles die richtige Zeit, Zeit zum Spielen und Toben, und Zeit für Rücksicht und Lernen.

    1. Liebe Andrea! Danke für deinen langen Kommentar. Aber ich glaube, du hast meinen Artikel missverstanden. Denn LEIDER spreche ich doch gar nicht von Kindern, die auf dem Gehweg spielen oder toben oder im Supermarkt rumrennen und Chaos veranstalten. DA bin ich nämlich ganz deiner Meinung und ich schrieb ja auch, dass ich da bei meinen Kindern streng darauf achte.

      Wovon ich sprach sind ja leider die Situationen, in denen Kinder einfach nur da sind. Gehen, sprechen, singen, rufen. Eigentlich nichts anderen tun als Erwachsenen auf Gehsteigen oder in Supermärkten auch. DAS sind die Situationen, in denen sie trotzdem nicht akzeptiert werden. Wenn Kitas wegen ihrer Lautstärke verklagt werden. Oder Nachbarn schimpfen, weil die Kinder im eigenen Garten zu laut sind oder es wagen, mit Murmeln oder Bauklötzen in ihrem Zimmer zu spielen.

      Meine Kinder bocken und schreien nicht im Supermarkt. Sie sind superhöflich und sagen Danke und Bitte. Sie essen im Restaurant ganz toll und sind brav. Aber sie sind eben da und sprechen mal lauter oder rufen nach mir oder meinem Mann. Warum rümpfen da Menschen die Nase? Rücksicht ist wichtig. Aber doch bitte nicht, indem Kinder das Gefühl bekommen, sie sind immer und überall unerwünscht, oder? Klar, den Kindern fallen all die Blicke und das Gegrummel meist gar nicht auf. Aber manchmal eben doch und dann kommt ein „Was hab ich denn falsch gemacht?“, das mir im Herzen wehtut.

      Also, wir sprechen von normalen, erzogenen Kindern. Von deinen Enkeln. Von meinen Kindern. Und von Menschen, die sich schon durch die bloße Anwesenheit genervt fühlen…

      1. Kinderfeinde haben bei mir keine Chance. Da nehme ich dann auch keine Rücksicht mehr. Jeder sollte daran denken, dass er auch mal selber Kind war bzw. Kinder hatte/hat. Bei solchen Menschen werde ich zur Löwenmutter. 🙂

  5. Der Beitrag ist auch für Österreich passend muss ich leider sagen, was ist eigentlich mit den Menschen los? Ich muss von mir sagen ich gehör auch eher zu den strengeren Mamis aber meine Kinder dürfen immer Kinder sein, hab heute ein gutes Beispiel: unser grosser hat sich vor 3 Wochen den Arm gebrochen und wir waren heute im Kh zum gibs wechsel, sitzen schon eine Stunde im Wartebereich uns gegenüber ein grossser Fernseher mit mister bean, wir schauten ein wenig und unser sohn kriegte sich einfach nicht mehr ein er lachte so laut, dass mein mann und ich auch noch laut zu lachen begannen. Links rechts hinter und vor uns sassen sicher um die 30 leute und 2 ältere Damen waren die einzigen die mit eingestimmt haben weil mein kind das einzige im ganzen raum war von dem mann ein wenig was mitbekommen hat und alle anderen schauten zwar recht speer aber keinem kam nur ein kleines grinsen aufs gesicht bei dem tollen „echten“ kinderlachen. Wir waren auch nicht begeistert mit unserm kind 2 stunden im kh zu warten aber ich kann zumindest probieren das beste daraus zu machen. Ich war heute wieder mal so stolz auf meinen grossen und ich hoffe er bleibt ein so fröhliches und lustiges kind obwohl er teilweisd sehr schüchtern ist. Danke für deinen Beitrag und ich hoffe es liest ihn die ganze welt, dass alle mal drüber nachdenken können „unsere Kinder sind die Zukunft“

    1. He Caro! Danke für deinen Kommentar. Und schade zu lesen, dass es in Österreich auch nicht besser ist. Krass, deine Klinik-Story. Ich meine, Menschen, die nicht in echtes Kinderlachen einstimmen, denen ist doch nicht mehr zu helfen. Und GRAD an so einem unschönen Ort sollte man doch für sowas dankbar sein. So traurig. Ich wünsche mir auch, dass unsere Kinder ihre Fröhlichkeit beibehalten und die Welt vielleicht mal zu einem lustigeren Ort machen…

      Liebe Grüße!

  6. Hey vielen Dank für deine Gedanken ! Du sprichst mir voll aus der Seele. Uns wurde mal abends gegen 20 Uhr (am Wochenende! ) gesagt , unsere Kinder seien zu laut. Wir haben grad Geburtstag gefeiert und unsere Zwillinge hatten so viel Spaß daran , ihre PlastikStühle über den Flur zu schieben -was sie sonst nicht machen. Als dann unser 3. Sohn geboren wurde , sind wir umgezogen -drei Jungs im Haus-wer weiß, wie oft sich da jemand über Krach beschwert hätte. Jetzt haben wir 5 Kinder (haben letztes JAhr nochmal Zwillinge bekommen) und haben ein großes Grundstück am Haus und die besten Nachbarn( alles Rentner) die es gibt.

    1. Erstmal WOW! Du hast zweimal Zwillinge bekommen?? RESPEEEEEKT, Schwester 😀 Und ich finde es so arm, dass man sich zu normalen Zeiten über Kinderlärm beschwert. Kinder sind halt mal laut. Aber dafür ist nachts auch Ruhe! Wenn ich da so manchmal an meine (ehemaligen) Nachbarn denke in meinem Leben – da war Krach um Uhrzeiten, die nicht mehr feierlich waren. Einfach ätzend.

      Schön, dass ihr jetzt ein eigenes Haus habt. Das wünsche ich mir auch!!

      Liebe Grüße!

  7. Ein toller und wirklich zutreffender Artikel! Wir sollten uns mal ein Beispiel an unseren niederländischen Nachbarn nehmen – dort sind Kinder immer willkommen und werden auch dementsprechend behandelt…
    Liebe Grüße aus dem Saarland
    Susanne

    1. Liebe Susanne! Ja, in Holland ist es echt toll für und mit Kinder(n)! Auch in Spanien und Italien sind Kinder voll die Könige und es ist so schön zu spüren, wie willkommen als Familie jederzeit ist! Da sind wir in Deutschland (und scheinbar in Österreich) ja noch weit von entfernt.

      Liebe Grüße ins Saarland (mein Heimatland! Bin gebürtige Saarbriggerin!) zurück!
      Es Katja 😀

  8. Ich frag mich ja immer, was die alten Leute sagen würden, wenn man seinen Nachwuchs vor dem Fernseher parken würde, bis sie erwachsen sind. Vermutlich: „Früher haben Kinder noch draußen gespielt!“ Manchen Menschen kann man grundsätzlich nichts recht machen. Am besten sollte man sie ignorieren.

    1. Eben! Die Kinder damals waren den ganzen Tag draußen, da MUSS es auch mal laut und wild gewesen sein… Aber das vergessen alle wohl immer ganz schnell.

  9. Für mich gibt es einen wichtigen Punkt an der ganzen Sache: Muss man denn IMMER was SAGEN? Muss man denn immer motzen, kritisieren, besserwissen…..?
    Ich bin selbst Mama und bin schon des öfteren irritiert, manchmal sogar verstört oder erschrocken über die hier oftmals herrschende Kinderfeindlichkeit (ganz anders z.B. als ich das aus Reisen in den Süden oder auch in die USA kenne!). Aber auch ich bin mal genervt von Kindern, ganz klar. Wie letztens als die vierköpfige Radler-Familie den gesamten Weg eingenommen hat und ich (eilig eilig) nicht vorbeikam. Oder als in dem vollem 10qm Bäcker ein Junge kreischend und tobend den gesamten Laden auf Trab hielt, was die Mutter mit einem „Vorsicht, sonst wird dir doch schwindelig, mein Spatz“ kommentierte. ABER: Ich habe innerlich die Augen verdreht, lautlos ein bisschen geseufzt, gewartet bis ich an einer günstigen Stelle eben doch vorbeifahren konnte, im Bäcker stoisch ausgehalten, bis ich dran und dann aus der Tür war und ansonsten EBEN NICHTS GESAGT! Man kann doch einfach ein wenig mehr Rücksicht nehmen aufeinander, unterschiedliche Ansichten, Modelle, wie auch immer, einfach akzeptieren oder sogar respektieren und sich selbst für den Moment zurücknehmen….

    1. Das ist ein wichtiger Punkt, liebe Zara. Das sehe ich auch so. Ich bin auch oft am Tag mal genervt. Von diesem und jenem. Aus persönlichen Gründen, Stimmungen und Stress. Wenn ich da jedesmal was sagen würde, würde ich gar nicht mehr fertig werden. Ich finde halt, in vorbeigehenden Situationen ist ein einfaches Durchatmen angebrachter, als immer gleich zu motzen. Das würde vieles viel einfacher machen!

  10. Super Text!
    Ich kenn das auch nur zu gut und ertappe mich selbst oft bei solchen Situationen.
    Unsere Nachbarn bekommen jedes Jahr von uns eine liebe Weihnachtskarte, auf der wir uns für ihr Verständnis bedanken. Ich finde es hier in Deutschland halt nicht selbstverständlich, wie entspannt sie mit uns als Familie umgehen.
    Verrückter Weise haben wir festgestellt, das WIR hier nämlich die „Ruhigen“ sind…Je oller , je doller sag ich dir. Bei unseren (Rentner!)Nachbarn steigt mindestens monatlich ne Party und es kommen oft die Enkelkinder zu Besuch. Da ist alles bei, von 5 jährigen wilden Jungs, bis hin zu den 14 jährigen Teenie Mädels…
    Nur denk ich da dann trotzdem immer „oh weia, wenn wir DAS schon hören, wie laut sind WIR denn dann erst?“ und zack sind wieder die Weihnachtskarten bestellt ;o)
    Liebe Grüße,
    Sandy

    1. Dank dir, Sandy! Das mit der Karte ist ja ne süße Idee (und gleichzeitig auch irgendwie traurig, weil man das Gefühl hat, das machen zu müssen). Ich sag ja immer, dass Kinder zwar tagsüber mal laut sind, dafür aber abends und nachts Ruhe ist. Im Gegenteil zu Studenten oder so! Muss ja auch mal die Vorzüge von Kindern aufzeigen 😀

  11. Hallo,

    das stimmt wirklich. In manchen Läden muss man schon fast Angst haben als Eltern von den Umstehenden blöd angemacht zu werden, nur weil man mit Kindern unterwegs ist.
    Ist mir aber meistens egal – ich will, dass Minilama lernt, wie man einkauft und dazu gehört es eben auch, mal was anzufassen und einen Wunsch zu äußern – ebenso wie Waren auf das Band zu legen und hinterher wieder einzuräumen.
    Mal ehrlich: Schlimmer sind doch die Damen, die einem bei Aldi an der Kasse ihre Handtaschen 5 mal in den Rücken rammen als würd es dann schneller gehen (kann ich nicht haben und muss echt aufpassen, dass ich nicht aggressiv werde) und dann noch herablassend angucken, weil man mit drei Kindern unter drei schon ein bisschen asozial ist – das muss man doch mal sagen dürfen, oder nicht?
    In jedem Fall meckere ich laut, wenn meine Komfortzone derart missachtet wird und die Kassiererin dann noch wie irre meine Sachen übers Band zieht und drauf und dran ist, sie ins Nichts zu werfen, weil ich den großen Knderwagen ja nicht ins Kreuz der Oma vor mir zu fahren gedenke – die Babylamas schlafen und das Mini guckt sich Bonbons an.
    Ich liebe es, wie freundlich wir so im Allgemeinen sind – da ist das Kinderhassen nur eine kleine Facette, leider….
    Lamasus

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