Eltern und Kinder

Was man als Mutter wirklich braucht

Es gibt superviele praktische Dinge, die einer Mutter das Leben und den Alltag mit der Brut vereinfachen und optimieren sollen. In allen Farben, Preisklassen und Größen wollen dir die Geschäfte ihren Superduperkram andrehen, ohne den du bisher total ziellos und unmöglich durchs Mutterleben gedümpelt bist. Doch mal ehrlich: Die eine Sache, die du als Mutter mal echt so richtig nötig brauchst wie die Luft zum Atmen, die gibt es in keinem Geschäft!

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Freundinnen! Denn was wäre eine Mutter ohne sie? Klar, auch eine Nicht-Mutter braucht Freundinnen. Logo. Aber eine Nicht-Mutter kann auch ständig unterwegs sein, reisen, spontane Partys besuchen oder einfach mal so den Freundeskreis erweitern, während sie einen Cocktail schlürft und entspannt Stunde um Stunde in coolen Locations verbringt. (Lektion 1 von „Wie Mütter das Leben von Nicht-Mütter sehen“). Aber eine Mutter… Ja, eine Mutter braucht ihre Freundinnen. Und zwar für alle Lebenslagen.

– Sie braucht Mama-Freundinnen, die verstehen, wie es ihr geht. Die ihr in ihren dunkelsten Mama-Stunden zuhören und nicken, sie nicht verurteilen sondern sagen „Kenne ich. Geht mir auch oft so!“

– Sie braucht Mama-Freundinnnen, die denselben Shit gut finden wie sie selbst und die dieselben Mama-Dinge megaaffig finden, mit denen man darüber lästern und sich richtig und wichtig fühlen kann

– Sie braucht Nicht-Mama-Freundinnen, die ihr Leben auch normal weitergehen lassen, ihr von der Welt da draußen berichten können und ihr helfen, das ICH in der Frau zu bewahren, die täglich davon bedroht ist, ganz vom Mamaversum verschlungen zu werden

– Sie braucht Nicht-Mama-Freundinnen, die spontan Zeit haben können, wenn sie selbst mal kurz ausbrechen kann, um auf die Piste zu gehen oder einen Kaffee zu trinken; um sich über die Arbeit, die Beziehung oder über den normalen weiblichen Hormonhorror ausheulen zu können und sich mal Tipps ausserhalb der Mama-Scheuklappen zu holen

– Sie braucht Nicht-Mama-Freundinnen, die ihr immer wieder sagen, dass sie wertvoll und liebenswert ist und zwar ganz ohne nur aufs Muttersein reduziert zu werden

– Sie braucht Freundinnen, um das Mädchen in sich zu bewahren und nicht immer erwachsen und vernünftig sein zu müssen

Es werden einem nicht alle Menschen, die mal sehr nahe waren, diese Art Freundinnen sein können oder bleiben. Es werden Freundinnen gehen und dafür neue ins Leben treten. Mit manchen wird man zusammen Mutter. Manche wird man durchs Mutterwerden verlieren und manche gerade erst dadurch gewinnen. Und mit manchen verbindet einen etwas ganz anderes unglaublich fest. Aber egal, wie viele Bauchtragen, Superwippen, Fläschchenwärmer oder breizaubernde Megaküchenmaschinen man hat – in den tollsten, nervigsten, traurigsten und glücklichsten Momenten braucht man einfach eine andere Verrückte, die sich auf genau diese Momente einlassen und sie mit einem durchstehen kann.

Ich habe solche Freundinnen. Alte, die mich besser kennen, als ich mich selbst kenne. Neue, die mir den Alltag versüßen und mich spontan ertragen. Mütter, die genauso bekloppt sind wie ich. Und Nicht-Mütter, die mich einfach trotzdem lieb haben. Ich danke euch dafür, Mädels. Von ganzem, ganzem Herzen. Ohne euch wäre ich echt verdammt aufgeschmissen! Und WENN es Ladys wie euch in einem Geschäft zu kaufen gäbe, könnte ich sie mir sowieso nicht leisten <3.

4 Gedanken zu „Was man als Mutter wirklich braucht

  1. Alles wahr. Wobei ich es auch sehr genieße nur meine Männer um mich herum zu haben, wenn ich ehrlich bin, da mit Mamas und Nicht-Mamas oft einfach zu anstrengend sind und ich sie in der Regel max. ein paar Tage um mich haben kann und dann wieder die Ruhe suche ^^

    1. Ich brauche auch meine Ruhe. Rund um die Uhr brauche ich auch die beste Freundin nicht um mich. Dazu ist der Alltag oft zu chaotisch und unruhig und da ist man auch mal froh um ein paar Stunden ohne reden 😀

  2. Da bin ich ganz bei dir. Freundinnen sind wichtig und auch aus jedem „Lager“. Das hält sich bei mir in der Waage. Welche mit und welche ohne Kind. Beides ist gut. Freundinnen mit Kindern muss ich oft nicht so viel erklären, warum der Alltag hin und wieder chaotisch läuft. LG, Sabine.

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